Fortuna Düsseldorf: Die ewige Verletzungsmisere und der dringende Investitionsbedarf
Mal kam Fortuna Düsseldorf besser damit klar, mal schlechter – doch die Verletzungsseuche war fast immer präsent. Wie in den vergangenen Jahren so oft geht der Zweitligist auch aktuell am Stock, und man fragt sich, wie es sein kann, dass es immer wieder diesen Klub trifft.
Bisherige Maßnahmen reichen nicht aus
Vor einigen Monaten hatte bereits berichtet werden müssen, dass angesichts der immer wieder ewig langen Ausfallliste nicht ersichtlich ist, was Fortuna Düsseldorf wirklich gegen diese Misere unternimmt. Klaus Allofs (69) und Christian Weber (42) wollten sich den Vorwurf der Untätigkeit nicht gefallen lassen. Sie erklärten, welche Maßnahmen sie alle ergriffen haben.
Unter anderem ging es um eine genauere Daten-Analyse der Spieler für eine bessere Prophylaxe und Trainingssteuerung, und sie betonten sogar, dass das Essensangebot verbessert wurde. Aber: Neben der Tatsache, dass sie viele viel zu verletzungsanfällige Spieler geholt hatten, war das alles nur der Tropfen auf den heißen Stein. Geändert hat sich bis heute nichts.
Mislintat kritisiert infrastrukturelle Defizite
Und egal, ob Fortuna nun den Klassenerhalt in der 2. Liga packt oder nicht – dieses Thema MUSS der Verein endlich angehen und richtig Geld investieren. Vor der Saison hatte der Klub viel Geld für neue Spieler in die Hand genommen, viel wichtiger wäre es aber, endlich für angemessene Rahmenbedingungen zu sorgen, damit die Profis aus dem Kader auch gesund bleiben.
Garantien bieten vernünftige Räumlichkeiten und Ausstattung beispielsweise für Fitness- und Physioräume nicht, aber sie senken das Risiko der Anhäufung von Verletzungen erheblich. Infrastrukturell ist und bleibt Fortuna abstiegsreif, was auch die Bosse schon mehrfach betont hatten – nur haben sie bisher nicht die Bereitschaft gezeigt, dafür endlich Kohle in die Hand zu nehmen. Die roten Container auf dem Trainingsgelände sind nicht mehr als Flickschusterei.
Manager fordert strukturelle Veränderungen
Dass sich da etwas ändern muss, findet auch Sven Mislintat (53), der die Bedingungen vor Ort erst seit Oktober erlebt und auch festgestellt hat, dass sie eine gewichtige Rolle bei den ewigen Fortuna-Problemen mit Verletzungen spielen. Der Manager sagte in der „Rheinischen Post“: „Die Ursachen sind nicht nur bei den Spielern oder in der medizinischen Abteilung zu suchen, sondern zumindest ein kleines Stück weit auch den Defiziten unserer Infrastruktur rund um das Trainingsgelände geschuldet. Das gehört alles zur Analyse.“
Er ist erschrocken über die Bedingungen am Fortuna-Gelände und betont, dass ohne strukturelle Investitionen die Verletzungsproblematik nicht nachhaltig gelöst werden kann. Die mangelhafte Ausstattung und die provisorischen Lösungen wie die Container behindern eine professionelle Betreuung der Spieler und erhöhen das Verletzungsrisiko.
Die Situation bei Fortuna Düsseldorf zeigt deutlich, dass im Profifußball nicht nur in Spieler, sondern auch in die Infrastruktur investiert werden muss. Nur so kann langfristig die Gesundheit der Athleten gesichert und sportlicher Erfolg ermöglicht werden.



