Fortuna Düsseldorf in der Torwart-Krise: Trainer Anfang droht mit 12 Ausfällen
Fortuna Düsseldorf kommt nach Aschermittwoch einfach nicht aus dem Stimmungstief heraus. Im Gegenteil: Die Ausfall-Liste wird immer länger – und jetzt erreicht die Krise einen dramatischen Höhepunkt. Der Mega-Schock für Trainer Markus Anfang (51) und die gesamte Mannschaft: Alle drei Torhüter des Zweitligisten sind aktuell angeschlagen und können nicht eingesetzt werden.
Alle Torhüter ausgefallen – Viertliga-Keeper als Notlösung?
Am Donnerstag musste Trainer Anfang Stammtorhüter Florian Kastenmeier (28) wegen einer Grippe direkt wieder nach Hause schicken. Auch der zweite Torwart Marcel Lotka (24) liegt seit Wochenbeginn krank im Bett. Und der dritte Torhüter Florian Schock (24) fehlt dem Team schon seit Monaten aufgrund eines Sehnenrisses.
Diese Situation stellt den Verein vor ein enormes Problem. Sollten sich die Verletzungs- und Krankheitsprobleme nicht schnell bessern, könnte Fortuna Düsseldorf gezwungen sein, auf einen Torhüter aus der vierten Liga zurückzugreifen. Der ungarische Nachwuchskeeper Milan Czako (19) würde dann im Tor stehen – eine absolute Notlösung für einen Zweitligisten.
Abwehr bröckelt weg – Insgesamt 12 mögliche Ausfälle
Doch die Torwart-Probleme sind nur die Spitze des Eisbergs. Vor dem wichtigen Auswärtsspiel beim Zweiten der 2. Liga, dem SV Darmstadt 98 (Samstag, 13 Uhr/Sky), bröckelt auch die Abwehr von Fortuna Düsseldorf bedenklich weg.
Der nächste schwere Schlag für das Team: Kenny Schmidt (24) hat sich am Dienstag das Kreuzband gerissen und fällt damit langfristig aus. Sima Suso (20) kämpft mit einem schweren Infekt, während Jesper Daland (24) eine Armverletzung zu schaffen macht. Linksverteidiger Christopher Lenz (31) konnte seit Wochenbeginn nur leichtes Lauftraining absolvieren.
Insgesamt müssen Trainer Anfang und seine Mannschaft mit bis zu 12 Ausfällen rechnen – eine dramatische Situation für den Verein. Die größte Frage lautet: Wie soll Fortuna Düsseldorf mit dieser Personaldecke hinten überhaupt dicht werden?
Training angepasst – Anfang versucht zu beruhigen
Aufgrund der zahlreichen Infektionen im Team hat Trainer Anfang bereits das Training angepasst. „Wir sind nicht raus in die Kälte gegangen, sondern haben in der Athletikhalle trainiert“, erklärte der 51-Jährige. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, um weitere Erkrankungen zu vermeiden.
Anfang versucht, die Situation zu relativieren: „Es ist halt die Jahreszeit, wo der ein oder andere Spieler mal erkältet ist. Aber wir arbeiten daran. Noch haben wir genügend Leute an Bord.“ Doch dann wird der Trainer ernst: „Was uns richtig weh tut, ist, dass Kenny Schmidt sich so schwer verletzt hat. Er war auf einem sehr guten Weg. Da müssen andere in die Bresche springen.“
Die Hoffnung des gesamten Vereins ist nun, dass keine weiteren Spieler ausfallen – weder durch neue Infektionen noch durch weitere Horror-Verletzungen. Vor dem wichtigen Spiel in Darmstadt steht Fortuna Düsseldorf vor einer echten Bewährungsprobe.



