Umstrittene Szene bei Dresden gegen Nürnberg sorgt für Diskussionen
Im Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und dem 1. FC Nürnberg, das mit 0:2 endete, entwickelte sich eine kontroverse Szene zum Hauptthema der Nachspielzeit. In der 35. Spielminute kam es zu einem heftigen Zweikampf zwischen dem Nürnberger Stürmer Mohamed Ali Zoma und dem Dresdner Verteidiger Julian Pauli.
Der Ablauf der umstrittenen Situation
Bei einem Sprintduell gelang es Zoma, am letzten Mann der Dresdner vorbeizukommen. Pauli hielt den Angreifer dabei weiter am Arm fest, verlor das Gleichgewicht und stürzte. Durch seinen Sturz traf Pauli Zoma am rechten Fuß, wodurch auch der Nürnberger Angreifer zu Fall gebracht wurde.
Schiedsrichter Felix Bickel entschied jedoch weder auf Foul noch auf Notbremse und ließ das Spiel weiterlaufen. Auch eine Überprüfung der Szene am Videobeweis-Monitor unterblieb, was bei den Nürnberger Spielern und Verantwortlichen für Unverständnis sorgte.
Justvans deutliche Kritik an der Schiedsrichter-Entscheidung
FCN-Spielmacher Julian Justvan äußerte sich nach dem Spiel deutlich kritisch zur Entscheidung: „Von hinten sah für mich ganz klar aus wie ein Foul. Am Anfang ziehen beide, das ist ganz normal. Aber dann ist Momo den Schritt vor ihm und er bringt ihn zu Fall.“
Besonders mit der Begründung von Schiedsrichter Bickel zeigte sich Justvan nicht einverstanden: „So wie ich es mitbekommen habe, hat er erklärt, dass der Verteidiger durch eine unnatürliche Bewegung zu Fall kam und ihn dann getroffen hat. Wenn das so ist, dann sage ich: Okay, aber es ist egal. Er bringt ihn zu Fall und dann ist es wurscht, ob es aus Versehen und extra war.“
Auch Experten kritisieren die Entscheidung
Der ehemalige FIFA-Schiedsrichter Manuel Gräfe bezog auf der Plattform X klar Stellung zu der umstrittenen Szene. Er schrieb unter anderem: „Klar Foul & Rot! Zwingender VAR-Eingriff notwendig. Der Stürmer ist schneller, der Verteidiger beginnt das Halten, indem er sich einhakt und selbst wenn der Stürmer ganz kurz in der Bewegung mithält, will der Stürmer sich schnell wieder lösen, aber der Verteidiger hält ihn weiter und zieht ihn runter, weil er das Laufduell verliert.“
Die fehlende Intervention des Video-Assistenten und die Entscheidung von Schiedsrichter Bickel bleiben damit weiterhin Diskussionspunkt im deutschen Fußball. Die Szene könnte möglicherweise Einfluss auf die Bewertung von ähnlichen Situationen in kommenden Spielen haben.



