276. Frankenderby endet 1:1: Fürth und Nürnberg ohne Sieger
Frankenderby endet 1:1: Fürth und Nürnberg hadern

Nach dem Schlusspfiff des 276. Frankenderbys lagen die Spieler der SpVgg Greuther Fürth und des 1. FC Nürnberg erschöpft auf dem Rasen des Ronhofs. Das 1:1 (1:1) vor 16.126 Zuschauern hatte bei sommerlichen Temperaturen viel Kraft gekostet. Wie schon in der Hinrunde (2:2) endete auch das zweite Aufeinandertreffen der fränkischen Erzrivalen in dieser Zweitliga-Saison ohne Sieger.

Fürth hadert mit verpasster Chance im Abstiegskampf

Die Fürther haderten nach dem Spiel mit dem einen Punkt, der im Kampf um den Klassenerhalt zu wenig war. „Im ersten Moment fühlt es sich wie eine Niederlage an“, klagte Trainer Heiko Vogel. Das große Zittern hält an, und ein Endspiel gegen Fortuna Düsseldorf am 34. Spieltag zeichnet sich ab. Die Mannschaft bleibt auf dem vorletzten Tabellenplatz und konnte den Abstand auf die Nicht-Abstiegsplätze nicht verkürzen.

Nürnbergs Halbzeit-Appell von Miroslav Klose

Die bereits gesicherten Nürnberger ärgerten sich vor allem über ihre erste, schwache Hälfte. „Wir haben uns das Derby anders vorgestellt. Mehr Tore, ein offener Schlagabtausch wie bei den Bayern gegen Paris“, sagte Trainer Miroslav Klose. Er musste in der Pause an die Mentalität appellieren, um seine Mannschaft wachzurütteln. Nach der Pause zeigte der Club eine deutlich verbesserte Leistung und war dem Sieg näher.

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Futkeu bringt Fürth in Führung, Gruber gleicht aus

Vor ausverkauftem Haus brachte Torjäger Noel Futkeu (13. Minute) die im ersten Durchgang dominanten Fürther in Führung. Nach einem Ballverlust von Nürnbergs Rafael Lubach staubte er im Nachsetzen ab. Felix Higl hatte zuvor die erste Großchance (7.). Futkeu, der im Sommer zu Eintracht Frankfurt zurückkehrt, hätte in der 28. Minute fast ein zweites Mal getroffen, doch Nürnbergs Keeper Jan Reichert parierte reaktionsschnell mit dem Fuß.

Der schmeichelhafte Ausgleich fiel in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45.+3) durch Kapitän Fabio Gruber, der den Ball nach einer Abwehraktion von Fürths Schlussmann Silas Prüfrock ins Tor stocherte. „Das 1:1 kam zu einem Scheiß-Zeitpunkt“, kommentierte Futkeu. Nürnbergs Gruber bezeichnete den Treffer als „Hallo-wach-Effekt“ für seine Mannschaft.

Zweite Hälfte: Nürnberg drückt, aber kein Lucky Punch

Nach der Pause war Nürnberg am Drücker. Finn Becker (55./85.) und Julian Justvan (57.) verpassten mehrfach das 2:1. Auf der anderen Seite scheiterte Dennis Srbeny an Nürnbergs Torwart Jan Reichert (77.). „Die erste Halbzeit ging an Fürth, die zweite an uns“, resümierte Reichert, der nach dem Abpfiff mit einem Schlussjubel vor der Fürther Fankurve Emotionen auslöste. Zum entscheidenden Treffer war keines der Teams mehr fähig. „Das Derby willst du immer gewinnen. Das Unentschieden wurmt uns“, sagte Gruber, der als bester Nürnberger den Platz sauer verließ. „Wir müssen das Spiel in der zweiten Halbzeit killen.“ Für Fürth war der Ausgleich ein „Wirkungstreffer“, wie Vogel gestand.

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