Die Kritik an Eintracht-Trainer Albert Riera (44) reißt nicht ab. Nach seiner umstrittenen Pressekonferenz am Freitag und der enttäuschenden 1:2-Niederlage gegen den Hamburger SV hat der Spanier in Frankfurt nahezu keine Unterstützer mehr. Die Trennung scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Nun hat sich ein früherer Star der Eintracht in der Sendung „Doppelpass“ auf Sport1 deutlich geäußert.
Maik Franz: „Ein Stück weit überfordert“
Maik Franz, der zwischen 2009 und 2011 als hartnäckiger Verteidiger 54 Spiele für die Eintracht absolvierte, übt scharfe Kritik an Riera. „Das alles ist ein bisschen bedenklich. Anfangs dachte ich: ‚Oh, cool.‘ Weil er einer ist, der kein Blatt vor den Mund nimmt“, so Franz. Diese anfängliche Euphorie habe sich der Trainer in seinen knapp drei Monaten Amtszeit jedoch vollständig verscherzt.
Franz weiter: „Jetzt wirkt er sehr dünnhäutig, fast ein Stück weit überfordert. Das ist gefühlt für ihn eine Nummer zu groß. Ich denke, das wird hier noch zwei Wochen gehen, danach wird die Geschichte vorüber sein.“
Europäische Qualifikation in Gefahr
Falls es für Riera überhaupt noch so lange geht. Durch die Niederlage droht der Eintracht das Minimalziel Platz 7 zu verpassen. Die Qualifikation für den Europapokal liegt nicht mehr in eigener Hand. Zudem ist das Restprogramm anspruchsvoll: Am kommenden Freitag geht es nach Dortmund, wo Frankfurt nur eines der letzten 14 Auswärtsspiele gewinnen konnte. Eine Woche später kommt mit dem VfB Stuttgart ein weiterer Champions-League-Anwärter. Die Fans sind sich einig: Soll Europa noch erreicht werden, braucht es einen neuen Impuls für die letzten beiden Spiele.



