Freiburg nutzt Bayern-Wut als Antrieb für historisches Europa-League-Viertelfinale
Freiburg: Bayern-Wut als Antrieb für Europa-League-Viertelfinale

Freiburg nutzt Bayern-Wut als Antrieb für historisches Europa-League-Viertelfinale

Der Stachel der bitteren Niederlage gegen den FC Bayern München saß im Breisgau bis Anfang dieser Woche noch tief. Doch der SC Freiburg hat die Enttäuschung nun abgehakt und will die Pleite als kraftvollen Ansporn für das größte Spiel der Vereinsgeschichte nutzen. Am Donnerstagabend bestreiten die Badener das Hinspiel im Viertelfinale der Europa League gegen den spanischen Vertreter Celta Vigo – ein historischer Moment für den Sport-Club.

„Nicht schlecht, mit Wut im Bauch zu spielen“

Angreifer Lukas Höler zeigte sich vor dem Duell mit den Spaniern zuversichtlich: „Es ist nicht schlecht, wenn man mit etwas Wut im Bauch das nächste Spiel bestreiten kann. Aber wir nehmen auch viel Positives mit.“ Der Stürmer verwies auf die starke Leistung gegen die Bayern, bei der Freiburg nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 unterlag. „Wir haben ein richtig gutes Spiel über 80 Minuten gemacht. Ich bin deshalb sehr überzeugt, dass wir auch morgen ein sehr gutes Spiel machen werden, weil wir nicht zwei Spiele nacheinander verlieren wollen“, betonte Höler entschlossen.

Der Offensivspieler machte die Ambitionen der Mannschaft deutlich: „Wir wollen den Grundstein legen, um eine Runde weiterzukommen.“ Diese Einstellung teilt das gesamte Team, das sich nach der Enttäuschung vom Wochenende schnell wieder fokussiert hat.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Schuster: „Messlatte ist gesetzt“

Trainer Julian Schuster sah bei der Niederlage gegen Bayern ebenfalls viele positive Aspekte: „Es waren so viele Dinge dabei, die ich sehen möchte, die die Jungs gut umgesetzt haben. Die Messlatte für die Leistung ist gesetzt. An der wollen wir uns morgen orientieren.“ Der Cheftrainer betonte, dass sein Team die Enttäuschung zu Wochenbeginn bewusst abgehakt habe, um sich voll und ganz auf das erste europäische Viertelfinale der Vereinsgeschichte zu konzentrieren.

Schuster ließ keinen Zweifel an der Zielsetzung: „Wenn wir im Viertelfinale stehen, genießen wir nicht den Moment und sagen, wir haben Historisches erreicht.“ Stattdessen verfolge seine Mannschaft „das klare Ziel, weiterzukommen – bei allem Bewusstsein, was es dazu bedarf.“ Diese professionelle Herangehensweise charakterisiert den Aufstieg Freiburgs zu einer festen Größe im deutschen und europäischen Fußball.

Historischer Moment für den Sport-Club

Das Viertelfinale der Europa League markiert einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des SC Freiburg. Noch nie zuvor hatte der Club aus dem Breisgau diese Runde in einem europäischen Wettbewerb erreicht. Gegen Celta Vigo wartet nun eine schwierige, aber machbare Aufgabe. Die Spanier gehören zwar nicht zur absoluten europäischen Spitzenklasse, stellen aber mit ihrer technischen Spielweise eine ernstzunehmende Herausforderung dar.

Die Freiburger können sich auf ihre starke Heimstärke verlassen und hoffen, im heimischen Europa-Park Stadion eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Spanien zu schaffen. Die Niederlage gegen Bayern hat gezeigt, dass die Mannschaft auf Augenhöhe mit den Besten spielen kann – nun gilt es, diese Leistungskonsistenz auch auf europäischer Ebene unter Beweis zu stellen.

Mit der richtigen Mischung aus Enttäuschung über die verpasste Chance gegen Bayern und dem Stolz auf das historische Erreichen des Viertelfinals könnte dem SC Freiburg ein großer Wurf gelingen. Die gesamte Region blickt gespannt auf das Duell gegen Celta Vigo und hofft, dass die Bayern-Wut sich tatsächlich als produktiver Antrieb erweist.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration