Der SC Freiburg hat Geschichte geschrieben! Im Halbfinal-Rückspiel der Europa League besiegte das Team von Trainer Julian Schuster (41) Sporting Braga mit 3:1 und drehte damit die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel. Der Lohn: das erste internationale Finale der Vereinsgeschichte, das am 20. Mai in Istanbul stattfindet. Gegner dort wird Aston Villa sein.
Furiose Anfangsphase mit früher Roter Karte
Freiburg legte einen Traumstart hin. Bereits in der sechsten Minute foulte Bragas Dorgeles den durchbrechenden Beste nach einem Traumpass von Matanovic – die Rote Karte war die logische Konsequenz. In Überzahl spielte der SC leidenschaftlich und belohnte sich in der 19. Minute: Lukas Kübler drängte energisch in den Strafraum, sein Schuss wurde von Gorby abgefälscht, prallte an den Pfosten und von dort ins Tor – ein Tor des unbedingten Willens.
Traumtor von Manzambi
Kurz vor der Pause legte Freiburg nach. Johan Manzambi zog aus 22 Metern mit rechts ab und ließ dem Braga-Keeper mit einem Schuss in den Winkel keine Chance – 2:0 (41.). Braga kam in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch zu einer Riesenchance, doch Gómez traf nur den Pfosten, und Lienhart blockte den Nachschuss von Zalazar. So ging es mit einer verdienten Führung in die Kabine.
Druck und Entscheidung
Nach der Pause drückte Freiburg auf die Entscheidung. Grifo (47., Pfosten), Ginter (49.) und Manzambi (52.) vergaben gute Chancen. Dafür war es erneut Kübler, der per Kopf zum 3:0 traf (72.). Braga gab jedoch nicht auf: Pau Victor verkürzte per Kopf auf 1:3 (79.). Plötzlich wackelte Freiburg, Braga drängte auf den Anschlusstreffer, doch Atubolu hielt gegen Gorby. Am Ende war es geschafft – der SC Freiburg steht im Finale der Europa League.
Wermutstropfen für die Bundesliga
Ein kleiner Wermutstropfen: Weil Rayo Vallecano zeitgleich in der Conference League gewann, kann Deutschland im Uefa-Ranking nicht mehr an Spanien vorbeiziehen. Die Bundesliga bekommt damit keinen fünften Champions-League-Startplatz. Sollte Freiburg jedoch die Europa League gewinnen, wäre der SC als fünftes deutsches Team für die Königsklasse qualifiziert.



