Elfmeter-Drama im Olympiastadion: Freiburg beendet Herthas Pokaltraum
Freiburg stoppt Herthas Pokaltraum im Elfmeter-Krimi

Elfmeter-Drama im Olympiastadion: Freiburg beendet Herthas Pokaltraum

Im mitreißenden Viertelfinale des DFB-Pokals hat der SC Freiburg den Traum von Hertha BSC vom Finale im eigenen Olympiastadion jäh beendet. Nach einem packenden 120-Minuten-Duell entschied ein nervenaufreibendes Elfmeterschießen mit 5:4 zugunsten der Breisgauer. Damit zieht Freiburg neben Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart ins Halbfinale des prestigeträchtigen Wettbewerbs ein.

Ein Traumtor und ein fataler Patzer

Vor 56.743 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion entwickelte sich über weite Strecken ein ausgeglichenes Spiel auf hohem Niveau. Die Entscheidung fiel erst in der Verlängerung, nachdem es nach regulärer Spielzeit torlos geblieben war. Yuito Suzuki nutzte in der 96. Minute einen eklatanten Fehlpass von Herthas Linus Gechter zur Führung für den favorisierten Bundesligisten.

Doch die Berliner gaben nicht auf. Ihr Kapitän Fabian Reese erzielte nur acht Minuten später mit einem Traumtor aus etwa 20 Metern Entfernung den verdienten Ausgleich. Dieser Treffer ließ die Hoffnungen der Herthaner auf ein historisches Finale im eigenen Stadion erneut aufleben.

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VAR-Entscheidung und vergebene Großchancen

Bereits in der Anfangsphase hatte der Videobeweis (VAR) einen Traumstart der Gastgeber verhindert. Fabian Reese hatte den Ball nach nur sieben Minuten ins Freiburger Tor gestochert, doch die Vorarbeit von Julian Eitschberger wurde wegen Abseitsstellung annulliert.

Über die gesamte Spielzeit hinweg zeigte sich Herthas Torhüter Tjark Ernst als großer Rückhalt. Besonders spektakulär parierte er in der 20. Minute einen Schuss von Ex-Herthaner Derry Scherhant, der den Freiburgern sonst zur frühen Führung verholfen hätte. Auch in der zweiten Halbzeit blieb Ernst bei mehreren gefährlichen Situationen der rettende Anker.

Das dramatische Elfmeterschießen

Nach 120 Minuten stand es 1:1, sodass das Elfmeterschießen über das Weiterkommen entscheiden musste. In diesem Nervenduell behielt Freiburgs Keeper Florian Müller die Oberhand. Er parierte den entscheidenden Strafstoß von Pascal Klemens und sicherte seinem Team damit den Einzug ins Halbfinale.

Für den SC Freiburg bedeutet dieser Sieg die Chance auf den ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Bereits 2022 hatten die Breisgauer das Finale erreicht, damals jedoch im Elfmeterschießen gegen RB Leipzig verloren. Nun trennt sie nur noch ein Sieg vom erneuten Finaleinzug.

Herthas doppelter Druck

Für Hertha BSC bedeutet das Ausscheiden eine herbe Enttäuschung. Der Traum vom ersten Pokalfinale im eigenen Olympiastadion ist damit geplatzt. Nun lastet zusätzlicher Druck auf den Berlinern, die in der 2. Bundesliga aktuell sechs Punkte hinter dem direkten Aufstiegsplatz zurückliegen.

Trainer Stefan Leitl hatte seine Mannschaft vor dem Spiel noch mit den Worten „Genießen und raushauen“ motiviert. Doch trotz einer kämpferischen Leistung und der Unterstützung von über 55.000 Fans reichte es am Ende nicht für den Einzug in die nächste Runde.

Im anderen Viertelfinale kämpfen Bayern München und RB Leipzig um den letzten freien Halbfinalplatz. Für Hertha BSC bleibt nun nur noch die Konzentration auf die Liga, während der SC Freiburg weiter von einem historischen Pokalerfolg träumen darf.

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