Europa League: SC Freiburgs Viertelfinal-Traum nach Niederlage in Genk gefährdet
Ein herber Rückschlag für den SC Freiburg auf dem Weg zur ersehnten Viertelfinal-Premiere in der Europa League. Die Mannschaft von Trainer Julian Schuster verlor das Hinspiel in der Runde der letzten 16 beim belgischen Club KRC Genk mit 0:1 und steht vor dem entscheidenden Rückspiel unter erheblichem Druck.
Ideenschwacher Auftritt und auswärtige Schwächen
Den einzigen Treffer des Abends erzielte Zakaria El Ouahdi bereits in der 24. Minute. Nach einem insgesamt ideenlosen Auftritt blieb Freiburg auswärts erneut ohne Erfolg. Diese Schwäche in der Fremde zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison: In der Bundesliga gelangen dem Sport-Club bislang nur zwei Auswärtssiege, auf europäischer Bühne lediglich einer.
Historischer Durchbruch im dritten Anlauf?
Schon in der Vergangenheit war für die Breisgauer immer spätestens im Achtelfinale der Europa League Schluss. In der Saison 2022/23 war Juventus Turin zu stark, ein Jahr später West Ham United - damals noch unter Trainer-Ikone Christian Streich.
Trainer Julian Schuster zeigt sich dennoch zuversichtlich: „Wir haben die Motivation und den Ehrgeiz, dieses Historische zu erreichen.“ Das wäre dann schon „sehr besonders“, hatte der Freiburg-Trainer vor dem Spiel betont.
Frühes Tor aberkannt und verpasste Chancen
Die Partie begann mit einer frühen Enttäuschung für die Gäste: Johan Manzambi drosch den Ball bereits in der 9. Minute über die Linie, doch der Schweizer Senkrechtstarter stand knapp im Abseits, wie der Videoschiedsrichter belegte.
Auch danach kam Freiburg durch Igor Matanovic und Manzambi zu Möglichkeiten, konnte diese aber nicht nutzen. Yuito Suzuki traf vor der Pause nur die Pfostenstange (38. Minute), was die Chancenverwertungsprobleme der Breisgauer unterstrich.
Personelle Probleme und taktische Anpassungen
Bei den Freiburgern fehlte Maximilian Eggestein aufgrund einer Rotsperre. Ohne den Mittelfeld-Antreiber fehlte dem Bundesligisten ein wichtiger Stabilisator. Abwehrchef Matthias Ginter übernahm die Rolle des Wortführers und versuchte, seine Mitspieler aufzurütteln.
In die zweite Halbzeit starteten die Freiburger zwar mit mehr Kontrolle und Ballbesitz, wussten damit aber wenig anzufangen. Trainer Schuster wechselte in der Offensive mehrfach und versuchte lautstark auf das Spiel einzuwirken, doch der SC konnte auch in der Schlussphase nicht an die spielerisch starke Leistung vom 3:3 gegen Bayer Leverkusen anknüpfen.
Schwere Aufgabe vor heimischer Kulisse
Die Aufgabe für das Rückspiel vor heimischer Kulisse ist nun deutlich schwerer geworden, dem SC droht das Aus aus der Europa League. Zuvor steht am Sonntag aber noch das Heimspiel in der Fußball-Bundesliga gegen den 1. FC Union Berlin auf dem Programm, was die Vorbereitung auf das entscheidende Europapokal-Duell zusätzlich erschwert.
Trainer Schuster hatte vor der spielerischen Stärke des belgischen Tabellenachten gewarnt - und die Gastgeber begannen tatsächlich mutig. Nun muss Freiburg im Rückspiel zeigen, ob sie trotz der Auswärtsschwächen und der personellen Engpässe den historischen Schritt ins Viertelfinale doch noch schaffen können.



