Endlich ein Heimsieg: Fürth hofft auf die Vogel-Wende im Abstiegskampf
Es wurde höchste Zeit für den Kleeblatt-Verein! Mit einem eminent wichtigen 2:1-Heimsieg gegen Bielefeld hat Fürth in der 2. Fußball-Bundesliga weiterhin alle Möglichkeiten im erbitterten Abstiegskampf. Dieser Erfolg war nicht nur für die Tabelle bedeutsam, sondern stärkte auch den Glauben daran, den Klassenerhalt noch aus eigener Kraft schaffen zu können.
Trainer Vogel ordnet den Sieg nüchtern ein
Trainer Heiko Vogel (50) zeigte sich nach dem Spiel besonnen und ordnete den Sieg richtig ein: „Es gibt keinen Grund zur Euphorie, es ist eher eine Bestätigung, dass man Punkte holen kann. Und da müssen wir jetzt weitermachen.“ Seine Worte sind berechtigt, denn die Mannschaft steht nach wie vor auf einem direkten Abstiegsplatz und hat noch einen langen Weg vor sich.
Der erste Heimsieg für den Kleeblatt-Coach beendete eine Durststrecke von mehr als drei Monaten – zuletzt gab es ein 1:0 im November gegen Münster. Dieser Erfolg war auch für den Trainer selbst psychologisch äußerst wichtig, denn es sah bereits so aus, als würde der Trainer-Effekt beim Kleeblatt komplett verpuffen.
Historisch schwache Bilanz vor dem Sieg
Vogels Bilanz vor dem Spiel gegen Bielefeld war tatsächlich mehr als mager:
- Nur 6 Punkte aus 8 Spielen
- Ein Schnitt von lediglich 0,75 Zählern pro Partie
- Eine der schlechtesten Ausbeuten eines Trainers in der Fürther Zweitligageschichte
Zum Vergleich: Nur Thomas Kost (56) hatte in der Saison 2003/2004 mit 0,25 Punkten pro Partie eine noch miesere Bilanz, saß allerdings nur drei Ligaspiele auf der Fürther Bank. Der glücklose Schweizer Marc Schneider (45), der den Verein nach dem Bundesliga-Abstieg 2022 übernommen hatte, brachte es bis zu seiner Entlassung nach 13 Partien immerhin auf einen Schnitt von 0,77 Zählern.
Die Hoffnung auf die Vogel-Wende
Im Ronhof setzen die Verantwortlichen nun vor allem darauf, dass Vogel seine Bilanz bis zum Saisonende noch deutlich aufbessern kann. Denn selbst mit einem verbesserten Schnitt von jetzt – nach dem Sieg – 1,0 Punkten pro Spiel reicht es am Ende sicher nicht für den Klassenerhalt. Das weiß auch der Trainer selbst nur zu gut: „Siege geben Selbstbewusstsein, aber nur fürs nächste Spiel.“
Und da wartet auf Fürth gleich im nächsten Heimspiel eine echte Bewährungsprobe: Das Spitzenteam Schalke 04 kommt zu Gast. Dieser Test wird zeigen, ob der Heimsieg gegen Bielefeld tatsächlich den Beginn einer Wende markiert oder nur ein kurzes Aufbäumen in einer ansonsten enttäuschenden Saison war.
Die Fürther Fans hoffen inständig auf eine nachhaltige Verbesserung, denn der Verein kämpft um sein Überleben in der 2. Liga. Jeder Punkt ist Gold wert in diesem eng gestrickten Abstiegskampf, und der Sieg gegen Bielefeld hat zumindest gezeigt, dass die Mannschaft unter Vogel durchaus siegen kann – auch vor eigenem Publikum.



