Friedhelm Funkel äußert sich vor entscheidendem Derby für Köln-Trainer Lukas Kwasniok
Kult in Köln! Friedhelm Funkel (72), der den FC 2021 vor dem Abstieg bewahrte und 2025 den Aufstieg klar machte, äußert sich jetzt vor dem entscheidenden Derby-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach. Ausgerechnet das Rhein-Derby am Samstag (15.30 Uhr) entscheidet über die Zukunft von Trainer Lukas Kwasniok (44) beim 1. FC Köln.
Funkel als Fürsprecher für den aktuellen Trainer
Der Mann, dessen Name immer wieder als mögliche Retter-Lösung für den Saisonendspurt diskutiert wird, macht sich überraschend für seinen Nachfolger stark. „Ich hoffe, dass Lukas, egal wie das Spiel ausgeht, weiter Trainer bleibt“, sagt Funkel im Interview mit Sky 90. „Ich bin fest davon überzeugt, dass der 1. FC Köln mit ihm dann auch in der Liga bleibt. Das ist einfach so.“
Funkel, der bereits drei Mal in der Verantwortung am Geißbockheim stand und allein in den letzten fünf Jahren dem FC zwei Mal die Saison rettete, betont: „Sie hätten von der Leistung her den ein oder anderen Punkt mehr verdient gehabt.“
Sportboss Kessler steht hinter Kwasniok
Nach nur zwei Siegen aus den letzten siebzehn Spielen und dem Absturz in den Tabellenkeller kommt Funkels Rückendeckung überraschend. Der Aufstiegs-Trainer von 2025 hält jedoch viel von der Arbeit Kwasnioks und von Sportboss Thomas Kessler (40), der auch Funkel damals als Saisonretter geholt hatte.
„Thomas steht hinter Lukas – das weiß ich und das ist auch gut so“, erklärt Funkel. „Die Art und Weise in den bisherigen Spielen war in Ordnung! Man darf nicht vergessen: Sie haben in dieser Saison noch nicht eine einzige hohe Niederlage hinnehmen müssen.“
Statistische Argumente für den Klassenerhalt
Funkel führt konkrete Argumente an, die für Kwasniok und den Klassenerhalt sprechen: „Sie haben von den Mannschaften, die um den Klassenerhalt kämpfen, mit Abstand das beste Torverhältnis. Das ist ganz, ganz wichtig. Das kann einen Punkt bedeuten.“
Gleichzeitig zeigt sich der erfahrene Trainer realistisch: „Dass er irgendwann auch gewinnen muss, um in der Liga zu bleiben, das wissen wir auch alle.“
Funkels Einschätzung zur Abstiegsgefahr
Interessant ist auch Funkels Einschätzung zur Konkurrenz im Abstiegskampf. Der Köln-Experte sieht neben Heidenheim offensichtlich bereits einen zweiten Absteiger fest: „Mir fehlt die Fantasie zu glauben, dass Wolfsburg die Klasse hält. Das wird schwer!“
Trotz seiner positiven Worte für Kwasniok kennt der 72-Jährige die Mechanismen des Fußballgeschäfts nur zu gut: „Köln ist halt aufgeregt. Wir müssen abwarten, was da letztendlich passiert. Es kommt auf die Art und Weise an, wie man auftritt.“
Funkel, der nach seinem erfolgreichen Engagement 2025 gerne im Amt geblieben wäre, aber damals der Entscheidung für Kwasniok weichen musste, zeigt sich nun als überraschender Fürsprecher des aktuellen Trainers – genau zum richtigen Zeitpunkt vor dem entscheidenden Derby.



