Galatasaray erwägt rechtliche Schritte nach Daumen-Verletzung von Noa Lang
Nach der ungewöhnlichen Verletzung von Noa Lang im Champions-League-Achtelfinale bei Liverpool pocht Galatasaray Istanbul auf finanzielle Entschädigung. Der türkische Fußballklub droht nun offen mit einer Klage, falls die UEFA den Schadensersatzanspruch nicht anerkennt.
Verletzung an der Anfield Road führt zu Klagedrohung
Im Auswärtsspiel gegen den FC Liverpool, das mit einer 0:4-Niederlage endete, zog sich der niederländische Nationalspieler Noa Lang eine schwere Daumenverletzung zu. Der 26-Jährige klemmte sich die Hand zwischen zwei Werbebanden ein und musste daraufhin ausgewechselt werden. Die Verletzung erwies sich als so gravierend, dass Lang noch in Liverpool operiert werden musste.
Die Operation verlief zwar erfolgreich, doch der Angreifer wird Galatasaray voraussichtlich für eine längere Zeit verletzungsbedingt fehlen. Auf Instagram kommentierte Lang den Vorstand mit den Worten „Shit happens“, doch für seinen Verein hat die Angelegenheit ernste Konsequenzen.
Galatasaray fordert Gehaltserstattung von der UEFA
Generalsekretär Eray Yazgan erklärte gegenüber dem türkischen Sender HT Spor, dass der Klub derzeit rechtliche Beratung in Anspruch nehme. „Wir werden unseren Schadensersatzanspruch bei der UEFA geltend machen“, so Yazgan. Konkret geht es Galatasaray um die Erstattung der Gehaltszahlungen für die Dauer von Langs Ausfallzeit.
Yazgan ließ keinen Zweifel an den möglichen Konsequenzen: „Sollte unserer Forderung nicht entsprochen werden, könnte es zu einer Klage kommen.“ Damit stellt der türkische Meister die UEFA vor eine ungewöhnliche Herausforderung, da Verletzungen durch Stadioneinrichtungen selten zu solchen finanziellen Forderungen führen.
Auswirkungen auf die sportliche Situation
Der Ausfall von Noa Lang trifft Galatasaray zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Nach dem Ausscheiden aus der Champions League muss der Verein nun in der heimischen Liga und im nationalen Pokalwettbewerb auf einen wichtigen Offensivspieler verzichten. Die Verletzung wirft zudem Fragen zur Sicherheit von Stadioneinrichtungen bei internationalen Spielen auf.
Ob die UEFA auf die Forderung eingehen wird, bleibt abzuwarten. Sollte es tatsächlich zu einer Klage kommen, könnte dieser Fall einen Präzedenzfall für ähnliche Vorfälle im europäischen Fußball schaffen.



