Gewaltwelle in Mexiko vor WM 2026: Völler zeigt sich erschüttert über Sicherheitslage
Gewaltwelle in Mexiko vor WM: Völler zeigt sich erschüttert

Gewaltwelle erschüttert WM-Gastgeber Mexiko: Internationale Sicherheitsbedenken wachsen

In weniger als vier Monaten soll in Mexiko die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 beginnen, doch eine massive Gewaltwelle lässt nun internationale Alarmglocken schrillen. DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat die jüngsten Entwicklungen in dem Co-Gastgeberland als „erschreckend“ bezeichnet und damit die wachsenden Sorgen um die Sicherheit bei dem globalen Sportereignis verdeutlicht.

Militäreinsatz gegen Drogenboss löst gewalttätige Proteste aus

Auslöser der aktuellen Eskalation war die Tötung des mächtigen Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes, auch bekannt als „El Mencho“, durch das mexikanische Militär. Als Reaktion darauf setzten dessen Anhänger in zahlreichen Regionen des Landes Autos, Banken, Tankstellen und Geschäfte in Brand und errichteten Straßensperren. Lokale Medien berichten, dass etwa 20 der 32 mexikanischen Bundesstaaten von den gewalttätigen Protesten betroffen sind, wobei es Tote und Verletzte gegeben haben soll.

WM-Spiele in Guadalajara besonders gefährdet

Besonders besorgniserregend ist die Situation im Bundesstaat Jalisco mit der Hauptstadt Guadalajara, wo eines der drei mexikanischen WM-Stadien steht. In der Millionenmetropole sind vier Vorrundenspiele der Weltmeisterschaft angesetzt, darunter das hochkarätige Duell zwischen Europameister Spanien und Uruguay. Zudem haben sowohl Kolumbien als auch Südkorea ihre Teamcamps in Guadalazara geplant. Bereits Ende März und Anfang April sollen in Guadalajara und Monterrey internationale Playoff-Partien zur Ermittlung der letzten WM-Teilnehmer stattfinden.

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Internationale Reaktionen und Sicherheitsmaßnahmen

Mehrere Botschaften, darunter auch die deutsche Vertretung, haben ihre Bürger zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen und empfohlen, Hotels möglichst nicht zu verlassen. Die Zeitung „AS Mexico“ schrieb, die Lage lasse „die internationalen Alarmglocken schrillen“, besonders in Bezug auf die Sicherheit der Besucher und die Organisation in einem der Hauptaustragungsorte des Turniers. Der Fußball-Weltverband FIFA wurde um eine Stellungnahme zur aktuellen Sicherheitslage gebeten.

Wegen der Unruhen wurden am vergangenen Sonntag bereits zwei Erstligaspiele in Mexiko abgesagt. Auch ein geplantes Freundschaftsspiel der mexikanischen Nationalmannschaft gegen Island in Queretaro steht auf der Kippe, obwohl der isländische Verband noch am Montagmorgen Trainingsbilder aus Mexiko veröffentlichte.

Sportveranstaltungen unter besonderen Bedingungen

Parallel zu den Fußballvorbereitungen findet derzeit das ATP-Tennis-Turnier in Acapulco statt, an dem auch deutsche Stars wie Alexander Zverev teilnehmen. Die Organisatoren betonten, dass das Event wie geplant und unter normalen Bedingungen ausgespielt werden soll, was jedoch im Kontrast zu den allgemeinen Sicherheitswarnungen steht.

Insgesamt sind in Mexiko 13 WM-Spiele dieser XXL-Weltmeisterschaft geplant, neben Guadalajara auch in Mexiko-Stadt und Monterrey. Uruguay hat sein WM-Quartier in Playa del Carmen vorgesehen, Südafrika voraussichtlich in Pachuca. Rudi Völler äußerte bei der dpa-Chefredaktionskonferenz in Berlin die Hoffnung, „dass sich das in den nächsten Tagen und Wochen wieder beruhigt, bis die WM losgeht“. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob diese Hoffnung berechtigt ist oder ob die Sicherheitsbedenken das größte Sportereignis der Welt überschatten werden.

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