Ghana entlässt Nationaltrainer Otto Addo nach Pleiten gegen Deutschland und Österreich
Nur wenige Stunden nach der 1:2-Niederlage gegen die deutsche Fußballnationalmannschaft hat sich der ghanaische Fußballverband (GFA) von seinem Cheftrainer Otto Addo getrennt. Die Entscheidung wurde in der Nacht zu Dienstag mit sofortiger Wirkung bekanntgegeben und markiert das Ende von Addos zweijähriger Amtszeit an der Spitze der Black Stars.
Zwei Niederlagen als letzter Auslöser
Die jüngsten Ergebnisse der ghanaischen Nationalmannschaft waren ausschlaggebend für die Trennung. Nach einer deutlichen 1:5-Niederlage gegen Österreich folgte nur wenige Tage später das 1:2 im Testspiel gegen Deutschland in Stuttgart. In diesem Spiel erzielte VfB-Profi Deniz Undav in der 88. Minute den entscheidenden Siegtreffer für das DFB-Team.
Diese beiden Niederlagen wenige Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko haben offenbar das Vertrauen des Verbandes in den Trainer erschüttert. Der GFA bedankte sich in seiner Mitteilung bei Addo für seinen Beitrag und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft.
Addos bisherige Laufbahn bei den Black Stars
Otto Addo war seit zwei Jahren als Cheftrainer der ghanaischen Nationalmannschaft tätig. Bereits 2022 hatte er das Team als Interimscoach betreut und war auch bei der Weltmeisterschaft in Katar im Einsatz, wo Ghana bereits in der Gruppenphase ausschied.
Der 50-jährige Trainer, der als Sohn ghanaischer Eltern in Deutschland aufgewachsen ist und heute in Düsseldorf lebt, verfügt über umfangreiche Erfahrungen im deutschen Fußball. Während seiner aktiven Karriere spielte er in der Bundesliga unter anderem für den Hamburger SV und Borussia Dortmund.
Ausblick auf die Weltmeisterschaft
Die Entlassung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da Ghana sich auf die anstehende Weltmeisterschaft vorbereitet. In der Gruppenphase treffen die Black Stars auf England, Kroatien und Panama. Der ghanaische Fußballverband kündigte an, einen Nachfolger für Otto Addo zu gegebener Zeit bekanntzugeben.
Die Suche nach einem neuen Trainer wird nun unter Zeitdruck stattfinden, da nur noch wenige Wochen bis zum Beginn des WM-Turniers verbleiben. Die Entscheidung des Verbandes zeigt die hohen Erwartungen an die Nationalmannschaft und den Druck, der auf allen Beteiligten lastet.



