Nachspiel für Freiburgs Abwehrchef: Ginter muss für Ausraster blechen
Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat eine deutliche Entscheidung getroffen: Freiburgs Innenverteidiger Matthias Ginter wurde wegen unsportlichen Verhaltens mit einer Geldstrafe von 15.000 Euro belegt. Der 32-jährige Abwehrchef hatte nach der Bundesliga-Partie gegen Bayern München die Nerven verloren und gegen die Tür der Schiedsrichter-Kabine getreten.
Der Vorfall im Detail
Die Szene ereignete sich unmittelbar nach dem dramatischen Bundesliga-Spiel zwischen dem SC Freiburg und dem FC Bayern München, das die Münchner mit 3:2 für sich entscheiden konnten. Als das Schiedsrichtergespann um Daniel Siebert bereits in der Kabine war, kam es zu dem Zwischenfall. Ginter schrie lautstark vor der Tür der Unparteiischen und trat von außen gegen die Kabinentür.
Der DFB-Kontrollausschuss erhob daraufhin Anklage gegen den Weltmeister von 2014. In einem Einzelrichterverfahren wurde die Strafe schließlich ausgesprochen. Ginter hat inzwischen sowohl dem Urteil zugestimmt als sich auch persönlich beim Schiedsrichter für sein Verhalten entschuldigt. Damit ist die Entscheidung rechtskräftig.
Hintergrund: Bittere Niederlage gegen Bayern
Der emotionale Ausraster Ginters ist vor dem Hintergrund des Spielverlaufs zu verstehen. Die Freiburger hatten nach einer starken Leistung lange Zeit mit 2:0 geführt, mussten aber in den letzten zehn Minuten noch drei Gegentore hinnehmen. Besonders bitter: Der Siegtreffer für Bayern fiel erst in der neunten Minute der Nachspielzeit durch Lennart Karl.
Im Interview mit „SWR Sport“ zeigte sich Ginter am Tag nach dem Spiel bereits wieder gefasst: „Nach dem Training am Morgen war bei mir schon wieder der Blick nach vorne. Wir spielen noch alle drei, vier Tage. Wir sind noch in den anderen beiden Pokal-Wettbewerben. Und – es ist noch alles drin in dieser Saison.“
Aktuelle Situation des SC Freiburg
Sportlich kämpft Freiburg aktuell mit Eintracht Frankfurt um den siebten Platz in der Bundesliga. Mit 37 Punkten liegen die Breisgauer nur zwei Zähler hinter den Hessen. Der sechste Platz, der noch zur Teilnahme an der Conference League berechtigen würde, ist mit zwölf Punkten Rückstand allerdings kaum noch erreichbar.
Die nächste Herausforderung wartet bereits: Das Hinspiel im Europa-League-Viertelfinale gegen Celta Vigo steht an. Für Matthias Ginter bedeutet die Geldstrafe nicht nur eine finanzielle Belastung, sondern auch eine sportliche Lehre für die Zukunft.



