Gladbach-Boss Schröder: „Der Bessere soll gewinnen – und das werden wir sein!“
Der Abstiegskampf in der Bundesliga spitzt sich zu, doch bei Borussia Mönchengladbach herrscht vor dem entscheidenden Kellerduell gegen den FC St. Pauli ungebrochenes Selbstvertrauen. Sportchef Rouven Schröder (50) ließ vor dem Spiel am Freitagabend (20.30 Uhr, Sky) eine forsche Sieg-Ansage los – trotz des mickrigen Punktevorsprungs auf die Abstiegsplätze.
„Wir können mit Druck umgehen!“
„St. Pauli versucht seit Tagen, den Druck zu uns herüberzuschieben, nach dem Motto: Nur wir hätten etwas zu verlieren“, erklärte Schröder. „Aber das ist für uns gar kein Problem, das nehmen wir sehr gerne an. Der Bessere soll gewinnen – und das werden wir sein!“ Der Sportchef betonte seine positive Grundhaltung: „Ich bin vollkommen positiv. Wir können mit dem Druck umgehen. Wir brauchen auch Druck. Darum geht es doch im Sport, dafür machen wir das alles.“
Polanski mit gemischten Erinnerungen an St. Pauli
Für Trainer Eugen Polanski (39) ist es bereits das dritte Aufeinandertreffen mit den Paulianern in dieser Saison. Während das 4:0 am Millerntor zu den besten Auswärtsspielen des VfL in dieser Bundesliga-Saison zählte, war die 1:2-Niederlage im Pokal-Achtelfinale im Borussia-Park ein absoluter Tiefpunkt seiner Trainerkarriere. Polanski auf Nachfrage: „Natürlich schauen wir uns im Rahmen der Analyse beide Spiele nochmal an. Der Maßstab für uns jetzt wird hoffentlich eher das Hinspiel sein, dann würden wir die drei Punkte einfahren.“
Personelle Veränderungen und Heimvorteil
Im Team muss Gladbach auf Rocco Reitz (23) verzichten, der nach seiner Roten Karte im München-Spiel (1:4) gesperrt ist. Für ihn kehrt Yannik Engelhardt (25) nach abgesessener Gelbsperre zurück. Auf der linken Seite beginnt der junge Wael Mohya (17) anstelle von Hugo Bolin (22). Polanski begründete diese Entscheidung: „Wenn die Zuschauer Waels Namen in der Aufstellung sehen, haben sie schon ein Lachen im Gesicht. Für uns geht es genau wie gegen Union Berlin darum, den ganzen Borussia-Park anzuzünden und mitzunehmen.“
Mit dieser Kombination aus personellen Veränderungen, der Rückkehr von Schlüsselspielern und der gezielten Nutzung des Heimvorteils zeigt sich das Gladbacher Management zuversichtlich. Schröder fasste zusammen: „Es wird eine Challenge, der sich unsere Jungs sehr gerne stellen.“ Und dann, so die klare Ansage des Sportchefs, könne es nur einen Sieger geben.



