Gladbachs Derby-Spezialist: Philipp Sander trifft nur gegen den 1. FC Köln
Gladbachs Derby-Spezialist Sander trifft nur gegen Köln

Gladbachs Derby-Spezialist: Philipp Sander trifft ausschließlich gegen den 1. FC Köln

Philipp Sander (28) hat bei Borussia Mönchengladbach eigentlich eine klare Aufgabe: Als Teil der Dreierkette soll er Tore verhindern, nicht selbst erzielen. Doch im Rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln verwandelt sich der Defensivspezialist regelmäßig in einen gefährlichen Angreifer. An den bisher 27 Spieltagen der Bundesliga-Saison traf der Gladbacher nur in zwei Partien – und beide Male stand ausgerechnet der Erzrivale aus Köln auf der anderen Seite.

Derby-Tore als Gesetz: Sanders spektakuläre Ausnahme

Beim 3:1-Auswärtssieg im Hinspiel und nun auch beim 3:3 im Rückspiel in Köln fand Sander den Weg ins Tor. „Das scheint irgendwie Gesetz zu sein, dass ich im Derby treffe“, schmunzelte der 28-Jährige nach dem jüngsten Treffer. „Ich habe bei meinem Tor ein bisschen spekuliert, dass der Ball von Jens zu mir kommt, und hatte dann auch Glück, dass er mir ein zweites Mal vor die Füße fiel.“

Doch trotz der Freude über seinen persönlichen Erfolg blieb bei Sander ein bitterer Nachgeschmack: „Ich bin natürlich froh über mein Tor im Derby. Es war wichtig für die Mannschaft, dass wir nach diesem turbulenten Start ins Spiel mit 2:2 in die Pause gehen und alles wieder vollkommen offen ist. Aber im Endeffekt wäre es mir lieber gewesen, ich hätte kein Tor geschossen und wir hätten dafür gewonnen.“

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Spätausgleich verhindert Gladbacher Sieg

Zu diesem Sieg reichte es für die Borussia nicht, weil Kölns Martel in der 84. Minute nach einer Ecke doch noch zum 3:3-Endstand traf. Sander analysierte nüchtern: „Wenn du bis kurz vor Schluss noch 3:2 führst, willst du das Ergebnis natürlich auch irgendwie über die Zeit bringen. Ein Gegentor nach einer Standardsituation kannst du aber immer mal bekommen.“

Das Unentschieden bewertete der Derby-Experte insgesamt als gerecht: „Wir müssen auch so ehrlich sein, und zugeben, dass wir heute nicht unser bestes Spiel in der Bundesliga gemacht haben. Wir sind trotz unseres frühen Tores nicht gut ins Spiel gekommen. Einfach gefühlt überall einen Schritt zu spät gewesen, nicht aufmerksam genug gewesen.“

Blick nach vorn: Heidenheim als nächste Herausforderung

Die Gladbacher müssen nun schnell die Lehren aus dem Derby ziehen. Sander kündigte an: „Da müssen wir auf jeden Fall in die Analyse gehen. Im nächsten Heimspiel gegen Heidenheim werden wir jetzt alles daran setzen, drei Punkte zu holen.“ Diese Partie könnte im Abstiegskampf der Bundesliga zum entscheidenden Befreiungsschlag für Borussia Mönchengladbach werden.

Philipp Sanders außergewöhnliche Derby-Bilanz bleibt indes ein Kuriosum der aktuellen Saison. Während er in allen anderen Spielen torlos blieb, entwickelte er sich gegen den 1. FC Köln zum regelmäßigen Torschützen – eine Besonderheit, die sowohl Fans als auch Experten weiterhin beschäftigen wird.

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