Champions League: Gündogan warnt vor Belastung durch neuen Modus
Der ehemalige deutsche Nationalspieler Ilkay Gündogan hat sich mit deutlichen Worten zu den Auswirkungen des reformierten Champions-League-Formats geäußert. Der 35-jährige Mittelfeldspieler von Galatasaray Istanbul zeigte sich zwar angetan von der sportlichen Attraktivität des neuen Modus, äußerte jedoch tiefe Besorgnis über die zunehmende Belastung für Fußballprofis.
Spielplan als Problemfaktor
In einem Beitrag im sozialen Netzwerk LinkedIn beschrieb Gündogan den aktuellen Spielplan als unglaublich voll. Der Profi verwies dabei nicht nur auf die reformierte Königsklasse, sondern auch auf die erweiterte Weltmeisterschaft, die deutlich aufgeblähte Klub-WM sowie zahlreiche weitere internationale Pflichtspiele. Man bewege sich da auf dünnem Eis, warnte der erfahrene Spieler.
Von anfänglicher Skepsis zur Anerkennung
Die Champions League wurde im Jahr 2024 grundlegend reformiert. Die traditionelle Gruppenphase wurde durch eine Ligaphase ersetzt, die mit mehr teilnehmenden Mannschaften und deutlich mehr Spielen einhergeht. Gündogan räumte ein, dass er anfangs kritisch gegenüber den Veränderungen gewesen sei, mittlerweile jedoch die gesteigerte Spannung und Unterhaltung anerkenne. Der neue Modus ist deutlich spannender und die Spieltage wirklich unterhaltsam, erklärte der Fußballprofi.
Langfristige Folgen für Spieler
Dennoch überwiegt bei Gündogan die Sorge um die Gesundheit der Spieler. Ehrlich gesagt: Ich bin froh, dass ich heute nicht 17 oder 18 Jahre alt bin, schrieb der Mittelfeldmann. Er verwies auf die Möglichkeit, dass junge Talente ihre Karrieren mit über 1000 Pflichtspielen beenden könnten – eine Entwicklung, die er als Wahnsinn bezeichnete. Die langfristigen physischen und psychischen Folgen seien noch gar nicht absehbar.
Appell für einen gesunden Dialog
Gündogan forderte einen gesunden Dialog zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem Wohl der Hauptbeteiligten. Die Qualität des Fußballs leide erheblich, wenn sich die Spieler nicht mehr ausreichend erholen könnten. Der Ex-Nationalspieler betonte, dass als jemand, der das Fußball-Geschäft von innen kenne, seine Besorgnis über das Pensum zutiefst begründet sei.
Derzeit bereitet sich Gündogan mit Galatasaray Istanbul auf das Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Liverpool im März vor. Seine kritischen Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Diskussion über Spielerbelastung im Profifußball international an Bedeutung gewinnt.



