Bundesliga-Spieler korrigiert Schiedsrichter mit fairer Geste
Im Bundesliga-Spiel zwischen dem Hamburger SV und dem FC Augsburg sorgte Michael Gregoritsch für eine bemerkenswerte Fairplay-Aktion. Der Augsburger Stürmer korrigierte Schiedsrichter Deniz Aytekin, nachdem dieser fälschlicherweise ein Foul zu seinen Gunsten gepfiffen hatte.
Besondere Szene im Volksparkstadion
Kurz vor der Halbzeitpause im Spiel im Hamburger Volksparkstadion entschied Ayteken auf Foul an Gregoritsch durch HSV-Spielmacher Fabio Vieira in aussichtsreicher Position für die Augsburger Gäste. Die Fernsehbilder zeigten jedoch anschließend, wie der österreichische Nationalspieler im Gespräch mit dem Unparteiischen deutlich machte, dass er lediglich ausgerutscht sei und kein Foul vorlag.
Daraufhin nahm der erfahrene Schiedsrichter seine Entscheidung umgehend zurück und bedankte sich ausdrücklich bei Gregoritsch für dessen ehrliche Einschätzung. Auch Vieira zeigte sich fair und klatschte sich mit seinem Gegenspieler ab, nachdem beide kurz behandelt werden mussten.
Lob von HSV-Sportdirektor Costa
„Das ist natürlich sehr fair und hervorzuheben“, kommentierte HSV-Sportdirektor Claus Costa die ungewöhnliche Szene im Halbzeit-Interview beim Sender Sky. „Wenn der Gregoritsch zugegeben hat, dass es kein Foul war beziehungsweise den Schiedsrichter auch darauf hingewiesen hat, so sah es zwischendurch aus, dann ist das natürlich sehr fair und hervorzuheben“, führte der HSV-Verantwortliche aus.
Costa betonte weiter: „Für uns ist es natürlich gut, dass es eben kein Foul war, dass der Freistoß nicht mehr zustande gekommen ist.“ Die TV-Bilder hatten zuvor gezeigt, dass Augsburgs Stürmer bei der Aktion an der Strafraumgrenze Vieira versehentlich am Fuß getroffen hatte, was den Eindruck eines Fouls erwecken konnte.
Gregoritschs Verbindung zum HSV
Die besondere Geste fand an Gregoritschs früherer Wirkungsstätte statt – der Angreifer hatte von 2015 bis 2017 für den Hamburger SV gespielt und sammelte mit seiner ehrlichen Handlung neue Sympathien bei den HSV-Fans. Die Korrektur der Schiedsrichterentscheidung unterstrich nicht nur den Fairplay-Gedanken im Profifußball, sondern zeigte auch die sportliche Integrität des 29-Jährigen.
Solche Szenen sind im modernen Profifußball selten geworden, wo oft jedes vermeintliche Foul ausgenutzt wird. Gregoritschs Verhalten setzte daher ein wichtiges Zeichen für sportliche Fairness und Respekt gegenüber Schiedsrichtern und Gegenspielern.



