Immer wieder Real: Guardiolas persönlicher Albtraum
Der Starcoach von Manchester City, Pep Guardiola, hat seinen ganz persönlichen Angstgegner gefunden – und dieser Gegner trägt den Namen Real Madrid. Trotz wiederholter Rückschläge will sich der Katalane in der kommenden Saison erneut dieser gewaltigen Herausforderung stellen. Die Königlichen sind zu einer echten Nemesis für den erfolgreichen Trainer geworden, der mit Manchester City bereits einen Champions-League-Titel gewann, aber seitdem immer wieder an Real scheiterte.
Die Geschichte einer schwierigen Rivalität
Pep Guardiola strich sich mit versteinertem Blick über seine Glatze, als er nach der jüngsten Niederlage gegen Real Madrid vor die Kameras trat. Dieses verdammte Real Madrid! Zum vierten Mal innerhalb der vergangenen fünf Jahre hatten die Königlichen den Traum des Startrainers vom neuerlichen Champions-League-Sieg mit Manchester City zerstört. Die Bilanz spricht eine deutliche Sprache: Real Madrid wurde zu Guardiolas größtem Hindernis auf dem Weg zum europäischen Fußballthron.
Doch inmitten der immer heißeren Spekulationen über einen möglichen Rückzug zum Saisonende beteuerte Guardiola mit Nachdruck, dass er es im nächsten Jahr erneut versuchen werde. „Ja“, sagte der Katalane im spanischen TV-Sender Movistar auf die Frage, ob er die Kraft habe, weiterzumachen und erneut gegen Madrid anzutreten, „das wird auf jeden Fall so kommen.“ Diese klare Ansage zeigt den unbändigen Willen des Trainers, sich seiner persönlichen Fußball-Herausforderung zu stellen.
Die aktuelle Situation bei Manchester City
Guardiolas Vertrag bei Manchester City läuft noch bis 2027, doch die aktuelle Saison verläuft nicht nach Wunsch. Nach einem titellosen Vorjahr und einem personellen Umbruch will es auch in dieser Spielzeit nicht so recht laufen. In der Premier League ist der FC Arsenal um neun Punkte enteilt, auch wenn City bei einem Spiel weniger noch theoretische Titelchancen hat. Nach dem 1:2 im Achtelfinal-Rückspiel der Königsklasse gegen Real bleibt aber vor allem die Chance auf zwei nationale Pokale.
Im FA Cup muss City im Viertelfinale gegen den FC Liverpool ran, während im Ligapokal-Endspiel Arsenal wartet. „Wir sind eine außergewöhnliche Mannschaft. Außergewöhnlich“, beteuerte Guardiola nach der Niederlage gegen Real. „In einer Karriere gibt es gute und schlechte Ergebnisse. Wir sind aus der Champions League ausgeschieden, aber dieser Wettbewerb ist sehr anspruchsvoll.“ Diese Worte zeigen die professionelle Haltung des Trainers, der auch in schwierigen Zeiten an seinem Team festhält.
Die historische Bilanz gegen Real Madrid
Die Geschichte zwischen Guardiolas Manchester City und Real Madrid ist eine Geschichte der knappen Entscheidungen und dramatischen Begegnungen. 2023 hatte Guardiola die Champions League mit Manchester gewonnen – und auf dem Weg dorthin im Halbfinale sogar Real Madrid ausgeschaltet mit den Ergebnissen 1:1 und 4:0. Doch ansonsten hatte immer Madrid das bessere Ende für sich:
- Im Halbfinale 2022 scheiterte City an Real
- Im Viertelfinale 2024 war erneut Real Madrid stärker
- In den Play-offs 2025 setzten sich die Königlichen durch
- Und nun erneut im Achtelfinale 2026
Trotz dieser enttäuschenden Bilanz behauptete Guardiola trotzig: „Die Zukunft ist rosig.“ Diese optimistische Haltung charakterisiert den Trainer, der sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen lässt und immer wieder neue Anläufe nimmt. Die kommende Saison wird zeigen, ob Guardiola endlich den Bann gegen seinen Angstgegner brechen kann oder ob Real Madrid weiterhin sein persönliches Fußball-Schicksal bestimmt.



