Hamanns harte Kritik: Bayern-Bossen fehlt die Würde eines Weltvereins
Hamann kritisiert Bayern-Bossen: Keine Würde eines Weltvereins

Harte Kritik von Didi Hamann: Bayern-Bossen fehlt die Würde eines Weltvereins

Die Reaktionen der Verantwortlichen des FC Bayern nach dem 1:1 beim Bundesligaspiel in Leverkusen spalten die Fußballnation. Während viele Anhänger des deutschen Rekordmeisters die scharfe Kritik an Schiedsrichter Christian Dingert nach umstrittenen Entscheidungen nachvollziehen können, gibt es auch viel Unverständnis über die Vehemenz der Aussagen.

Hamann zeigt kein Verständnis für Bayern-Bossen

Einer, der überhaupt kein Verständnis für die Worte von Uli Hoeneß, Herbert Hainer und Jan-Christian Dreesen aufbringt, ist TV-Experte Didi Hamann. Der ehemalige Bayern-Spieler rechnete bei „Sky90“ hart mit den Verantwortlichen ab: „Das ist doch eines Weltvereins nicht würdig! So eine Reaktion nach einem Spiel, in dem der Schiedsrichter ein gutes Spiel gepfiffen hat.“

Hoeneß hatte nach dem Spiel getobt und erklärt: „Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel gesehen habe.“ Präsident Hainer legte in einem Interview nach: „Normalerweise kommentiere ich Schiedsrichter nicht, aber dieses Mal hatte er einen gebrauchten Tag.“

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Protest gegen Gelb-Rote Karte sorgt für Kopfschütteln

Der Zorn der Bayern entzündete sich vor allem an der Gelb-Roten Karte gegen Luis Díaz nach einem Kopf-Treffer mit der Sohle und einer vermeintlichen Schwalbe. Gegen die einspielige Sperre legte der Deutsche Meister offiziell Protest ein. Hamann hat dafür nur Kopfschütteln übrig: „Ein Weltverein legt Protest ein gegen eine Gelb-Rote Karte, wo der Spieler versucht, einen Elfmeter zu schinden ...“

Vorstands-Boss Dreesen hatte bei „Sky“ gewettert: „Wir betrachten die Entwicklung der letzten Wochen mit Sorge. Die Leistung in Leverkusen war der Höhepunkt einer Phase, in der wir immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen konfrontiert waren.“

Hamann verweist auf vergangene Vorteile für Bayern

Doch Hamann kontert diese Aussagen mit einem Verweis auf vergangene Spiele: „Gegen Gladbach und Hoffenheim wurden sie massiv bevorteilt. Das waren nicht mal knappe Entscheidungen – da gab es einen Elfmeter und eine Rote Karte. Gegen Hoffenheim hat dies das Spiel entschieden, weil das nach 17 Minuten passierte. Davon sagen sie in ihrem Statement nichts.“

Tatsächlich hatten die Bayern am 8. Februar beim 5:1 gegen Hoffenheim viel Glück bei einer Elfmeter-Entscheidung mit anschließender Roter Karte in der 17. Minute. Nur drei Tage später folgte der Aufreger im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Leipzig, als ein Foul an RB-Stürmer Antonio Nusa eher innerhalb des Strafraums war – aber nicht mal als Foul gepfiffen wurde. Vor knapp einer Woche gab es zudem beim 4:1 gegen Gladbach einen Elfmeter und Rot gegen Rocco Reitz – eine vertretbare, aber sicherlich pro Bayern ausgefallene Entscheidung.

Die Diskussion um die Schiedsrichterleistungen und die Reaktionen der Bayern-Verantwortlichen zeigt, wie emotional und kontrovers solche Situationen im Profifußball bewertet werden. Während die einen die Kritik der Bayern-Bossen für berechtigt halten, sehen andere wie Hamann darin einen Mangel an sportlicher Fairness und der Würde, die man von einem Weltverein erwarten darf.

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