Handelfmeter verhindert Nürnberger Auswärtssieg in Bochum
Der Freitagabend in der 2. Bundesliga bot spannende Duelle und kontroverse Szenen. Während der SpVgg Greuther Fürth einen wichtigen Heimsieg feierte, musste sich der 1. FC Nürnberg mit einem enttäuschenden Remis in Bochum begnügen. Trainer Miroslav Klose hatte dabei allen Grund zur Verärgerung über eine entscheidende Szene.
Bitteres 1:1 für den Club
Nach dem überzeugenden 5:1-Erfolg gegen den Karlsruher SC in der Vorwoche reiste Nürnberg mit großen Ambitionen nach Bochum. Die Mannschaft von Miroslav Klose startete vielversprechend und ging in der 38. Minute durch ein Tor von Zoma in Führung. Der Stürmer traf nach einer flachen Hereingabe von Baack aus kurzer Distanz und zeigte damit seine Qualitäten auch in Auswärtsspielen.
Doch die verdiente Führung verspielte die Klose-Elf in der 72. Minute selbst. Nürnbergs Abwehrspieler Luka Lochoshvili grätschte in einer Abwehrsituation und berührte den Ball eindeutig mit der Hand. Schiedsrichter Tobias Reichel entschied ohne Zögern auf Elfmeter für den VfL Bochum. Frank Onyeka verwandelte den Strafstoß eiskalt zum 1:1-Ausgleich.
Dieser Handelfmeter war einer der klarsten der gesamten Saison und sorgte für berechtigte Diskussionen nach dem Spiel. Nürnbergs Trainer Miroslav Klose zeigte sich sichtlich verärgert über diese vermeidbare Szene, die seinem Team zwei wichtige Punkte kostete.
Weitere wichtige Spielszenen in Bochum
Für den VfL Bochum verlief der Abend ebenfalls mit gemischten Gefühlen. Bereits in der 17. Minute musste Verteidiger Tim Oermann nach einer Behandlungspause verletzt vom Platz. Nur fünf Minuten später sah Mittelfeldspieler Patrick Wittek die gelbe Karte – bereits seine fünfte in dieser Saison.
Diese fünfte Gelbe Karte bedeutet für Wittek eine Sperre für das nächste Auswärtsspiel in Düsseldorf. Ein weiterer Rückschlag für die Bochumer, die trotz des späten Ausgleichstreffers nicht vollständig zufrieden sein konnten.
Durch die Punkteteilung bleiben beide Mannschaften im engen Mittelfeld der 2. Bundesliga. Nürnberg verpasste die Chance, sich weiter von den Abstiegsrängen zu entfernen, während Bochum zumindest einen Punkt retten konnte.
Fürth feiert wichtigen Heimsieg
Parallel zum Duell in Bochum zeigte die SpVgg Greuther Fürth ein deutliches Lebenszeichen. Im heimischen Sportpark Ronhof Thomas Sommer besiegten die Kleeblätter Arminia Bielefeld mit 2:1 und verließen damit zumindest vorübergehend den letzten Tabellenplatz.
Die Gastgeber starteten perfekt in die Begegnung. Bereits in der 4. Minute nutzte Branimir Hrgota einen langen Einwurf von Simon Asta und köpfte den Ball über die Linie. Doch die Freude währte nur kurz, denn Bielefeld glich in der 19. Minute aus. Robin Knoche, Winterneuzugang von Nürnberg, köpfte nach einer Ecke zum 1:1 – sein erstes Tor im Trikot der Bielefelder.
Nach der Pause zeigte Fürth jedoch Reaktionsfähigkeit. Der eingewechselte Dickson Abiama setzte sich im Bielefelder Strafraum gegen zwei Gegner durch und legte auf den komplett freistehenden Havard Nielsen ab. Der Däne netzte souverän zum 2:1-Endstand ein (53.).
Dieser Sieg gibt der SpVgg Greuther Fürth neuen Mut im Abstiegskampf, auch wenn die Mannschaft von Trainer Alexander Zorniger abwarten muss, wie sich die Konkurrenz am Wochenende schlägt. Sollte Dynamo Dresden gegen Hannover 96 gewinnen, könnten sich die Sachsen wieder vor die Fürther schieben.
Ausblick auf das Wochenende
Die Freitagsspiele haben die Tabelle der 2. Bundesliga weiter verdichtet. Sowohl Nürnberg als auch Bochum bleiben im Mittelfeld gefangen, während Fürth zumindest temporär aus dem direkten Abstiegsbereich kletterte. Die kontroverse Handelfmeter-Entscheidung in Bochum wird sicherlich noch für Diskussionen sorgen, während die Kleeblätter aus Fürth ihren ersten Heimsieg seit Wochen feiern konnten.
Die enge Tabellensituation verspricht auch in den kommenden Spieltagen spannende Duelle und weitere emotionale Momente. Für Nürnbergs Trainer Miroslav Klose steht nun die Aufgabe, seine Mannschaft nach der enttäuschenden Punkteteilung wieder zu motivieren und die konzentrationsbedingten Fehler zu minimieren.



