Handspiel-Reform: IFAB plant revolutionäre Regeländerung
Nach wochenlangen Diskussionen über umstrittene Handspiel-Entscheidungen in den europäischen Ligen hat der International Football Association Board (IFAB) eine grundlegende Reform der Handspiel-Regel angekündigt. Der Verband, der für die Fußballregeln zuständig ist, will die Regel künftig deutlich entschärfen und klarer fassbar machen.
Geplante Neuerungen im Detail
Laut Informationen aus IFAB-Kreisen soll ein strafbares Handspiel nur noch dann vorliegen, wenn der Spieler die Hand oder den Arm absichtlich zum Ball führt oder wenn er durch eine unnatürliche Vergrößerung der Körperfläche den Ball stoppt. Bisher reichte oft schon eine Berührung aus, selbst wenn der Arm eng am Körper angelegt war. Die neue Regelung soll vor allem Schluss machen mit den viel kritisierten Strafstößen nach unglücklichen Abprallern.
Reaktionen aus der Fußballwelt
Trainer und Spieler reagieren überwiegend positiv auf die angekündigte Reform. „Das ist ein längst überfälliger Schritt“, sagte ein Bundesliga-Trainer, der namentlich nicht genannt werden möchte. „Die alte Regel hat das Spiel verfälscht und für große Verwirrung gesorgt. Die neue Definition gibt den Schiedsrichtern endlich klare Leitlinien.“ Auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) begrüßt die Pläne und will sich für eine schnelle Umsetzung einsetzen.
Zeitplan und Umsetzung
Der IFAB wird voraussichtlich im März 2027 auf seiner Jahrestagung in London über die Reform abstimmen. Bei einer Zustimmung könnte die neue Regel bereits zur Saison 2027/28 in Kraft treten. Zuvor sind Testläufe in unteren Ligen geplant, um die Praxistauglichkeit zu prüfen. Kritiker warnen allerdings vor neuen Auslegungsspielräumen und fordern eine noch präzisere Formulierung.



