Bei Hannover 96 werden interne Verstöße gegen die Mannschaftsregeln auf ungewöhnliche Weise geahndet: Die Spieler zahlen in eine gemeinsame Kasse. Trainer Christian Titz (55) betont, dass dies eine reine Angelegenheit der Mannschaft sei. „Sie haben alles festgelegt. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht ganz so günstig ist. Es ist ja für ihre Mannschaftskasse, und da freuen sie sich“, sagte Titz auf einer Pressekonferenz.
Kein Strafenkatalog, sondern Spendenkatalog
Der 55-Jährige legt Wert auf die Wortwahl: „Ich nenne es immer Spendenkatalog.“ Auf die Frage eines Reporters, wie hoch die Spenden für bestimmte Vergehen ausfallen, reagierte Titz mit einer augenzwinkernden Aufforderung: „Wenn Sie möchten, Sie können wirklich gerne spenden. Da fangen wir gerne bei 100 Euro an, da freuen sich die Spieler besonders.“
Pünktlichkeit als oberste Tugend
In puncto Zeitmanagement will Titz seinen Spielern keinen Vorwurf machen: „Hier kommt niemand zu spät, wir sind alle immer pünktlich.“ Die Mannschaft sei diszipliniert, was die Einhaltung der Regeln angehe.
Sportliche Herausforderungen vor dem Spiel gegen Karlsruhe
Am Samstag muss Hannover 96 beim Tabellenachten Karlsruhe (13 Uhr, Sky) antreten. Ein Sieg ist dringend nötig, um den Anschluss an die Aufstiegsplätze der 2. Liga zu halten. Derzeit beträgt der Rückstand auf Elversberg und den Relegationsrang nur einen Punkt, auf den Tabellenzweiten Paderborn sind es drei Zähler. Titz gibt sich kämpferisch: „Ich habe keine Rechenbeispiele und schaue nicht, wer gegen wen spielt. Wir haben es selbst in der Hand, die Dinge zu entscheiden. Wir müssen unsere Aufgaben lösen.“
Personelle Rückkehrer
Gute Nachrichten für die Niedersachsen: Angreifer Daisuke Yokota (25) ist nach einem Infekt seit Donnerstag wieder im Mannschaftstraining und wird im Aufgebot für das Spiel gegen den KSC stehen. Auch Verteidiger Boris Tomiak (27) kehrt nach einer schweren Ellenbogenverletzung und neunwöchiger Pause zurück ins Team.



