Hannover 96 und Jörg Schmadtke trennen sich nach nur 81 Tagen
Hannover 96 und Schmadtke trennen sich nach 81 Tagen

Hannover 96 und Jörg Schmadtke beenden Zusammenarbeit nach nur 81 Tagen

Der Zweitligist Hannover 96 und sein Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke gehen nach einer äußerst kurzen Amtszeit von lediglich 81 Tagen wieder getrennte Wege. Der Aufstiegsaspirant gab am Sonntag die „einvernehmliche Trennung“ vom bisherigen Sport-Geschäftsführer bekannt, die zum 31. März wirksam wird.

Interimsweise Übernahme der Aufgaben

Eine Entscheidung über die Neubesetzung dieser wichtigen Position werde man „zu gegebener Zeit“ treffen, teilte der Klub mit. In der Zwischenzeit werden die Aufgaben interimsweise von Geschäftsführer Henning Bindzus und Sportdirektor Ralf Becker übernommen. Diese Übergangslösung soll Stabilität in der sportlichen Führung gewährleisten, während nach einer dauerhaften Lösung gesucht wird.

Schmadtkes Rückkehr und kurze zweite Amtszeit

Jörg Schmadtke, der bereits von 2009 bis 2013 die erfolgreichste Zeit der jüngeren Klubgeschichte geprägt hatte, war erst an Heiligabend 2025 in den deutschen Profifußball zurückgekehrt. Der 62-Jährige hatte die Nachfolge von Marcus Mann angetreten, der zu RB Salzburg nach Österreich wechselte. Sein Vertrag bei Hannover 96 lief ursprünglich noch bis zum 28. Februar 2029, was die vorzeitige Trennung nach weniger als drei Monaten besonders überraschend macht.

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Erfolgreiche erste Amtszeit und internationale Erfahrung

In Schmadtkes erster Amtszeit bei Hannover 96 hatte der Verein die Bundesliga-Saison 2010/11 auf dem vierten Platz beendet, was als herausragende Leistung gilt. Das Team spielte in den beiden Folgejahren zudem in der Europa League und etablierte sich damit auf europäischer Bühne. Nach seinem Abschied arbeitete Schmadtke beim 1. FC Köln und VfL Wolfsburg, bevor er bis Februar 2024 als Sportdirektor des FC Liverpool tätig war. Diese internationale Erfahrung machte seine Rückkehr nach Hannover besonders interessant für den Klub.

Die Gründe für die vorzeitige Trennung wurden in der offiziellen Mitteilung nicht detailliert genannt, doch die Formulierung einer einvernehmlichen Lösung deutet darauf hin, dass beide Seiten zu dieser Entscheidung gekommen sind. Für Hannover 96 bedeutet dies nun, in einer entscheidenden Phase der Saison erneut nach sportlicher Führung zu suchen, während Schmadtkes Zukunft im Profifußball vorerst offen bleibt.

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