St. Paulis Japan-Stürmer Taichi Hara zeigt Klasse in der U23
In einem trüben 0:5 der U23 des FC St. Pauli gegen Schöningen sorgte Stürmer Taichi Hara für einen Lichtblick. Der 26-jährige Japaner beinahe mit einer spektakulären Hacke-Aktion zum 1:1, doch der Ball wurde knapp vor der Linie geklärt. U23-Coach Karsten Neitzel zeigte sich beeindruckt: „Man merkt, dass er ein schlauer Spieler ist.“ Dieser Einsatz markierte Haras längste Spielzeit für den Verein bisher.
Sonderregel ermöglicht U23-Einsatz für Hara
Normalerweise dürfen Nicht-EU-Ausländer nicht in Regionalliga-Nachwuchsteams spielen, doch der DFB macht Ausnahmen für Verbände wie Japan oder Kanada. So konnte Hara wertvolle Minuten sammeln, während andere wie der Brite Fin Stevens nicht eingesetzt werden dürfen. Für Hara war dies eine wichtige Gelegenheit, sich neben dem Profi-Training bei Trainer Alexander Blessin zu präsentieren.
Der Kampf um Bundesliga-Minuten
Bisher kommt Hara auf nur 22 Einsatz-Minuten in der Bundesliga. Beim 2:1 gegen Stuttgart durfte er in der Schlussphase ran, und beim 0:4 in Leverkusen zeigte er in 21 Minuten gute Ansätze, konnte aber nicht entscheidend helfen. Zuletzt gab Blessin dem zurückkehrenden Andréas Hountondji den Vorzug als Joker, doch Haras engagierter Auftritt über 45 Minuten in der U23 dürfte dem Trainer gefallen haben.
Chancen im Saisonfinale
Mit vielen Verletzungen im Kader von St. Pauli eröffnen sich Hara im Saisonfinale weitere Möglichkeiten. Blessin ist überzeugt, dass der Japaner im Abstiegskampf helfen kann: „Dank seiner Größe ist er auch ein Faktor bei offensiven und defensiven Standards.“ Hara muss nun dranbleiben und zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein – vielleicht auch mal wieder mit einer Hacke-Attacke, wie in der U23 gezeigt.



