Haspa Marathon feiert 40. Geburtstag: Vom Kreisläufer zum Marathonläufer
Haspa Marathon: 40 Jahre Laufgeschichte in Hamburg

Haspa Marathon: Vier Jahrzehnte Laufbegeisterung in Hamburg

Hamburg feiert ein besonderes Sportereignis: Der Haspa Marathon begeht am 26. April 2026 sein 40-jähriges Jubiläum. Mit Staffel, Halbmarathon sowie dem Kinder- und Jugendlauf „Das Zehntel“ bewegt der größte deutsche Frühjahrsmarathon zum runden Geburtstag insgesamt 46.000 Menschen – ein neuer Rekord für die traditionsreiche Veranstaltung.

Vorstandsstaffel zum Jubiläum

„Ich finde es sehr beeindruckend, was wir in den letzten Jahren an steigenden Teilnehmerzahlen erreicht haben“, sagt Jürgen Marquardt (62), Vorstandsmitglied der Hamburger Sparkasse. Der laufbegeisterte Banker hat selbst einen Beitrag zum Jubiläum geleistet: Erstmals hat er eine Vorstandsstaffel aufgestellt, die gemeinsam die 42,195 Kilometer bewältigen wird. Neben Marquardt laufen seine Kollegen Dr. Olaf Oesterhelweg (57), Michael Maaß (56) und Jennifer Eiteneyer (46) mit.

„Die Idee für eine Vorstandsstaffel gab es schon öfter“, erzählt Marquardt. „Jetzt haben wir es endlich geschafft, sie zum 40. Geburtstag des Marathons umzusetzen.“ Seit der Premiere am 25. Mai 1986 hatte der zweitgrößte deutsche Marathon hinter Berlin insgesamt sechs Titelsponsoren – die Haspa ist mit Abstand am längsten dabei.

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Persönliche Laufkarriere begann 2011

Als die Haspa 2011 als Sponsor einstieg, meldete sich Marquardt für seinen ersten Marathon überhaupt an. „Ich habe mir damals gesagt: Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Seitdem gehört das Laufen fest zu seinem Alltag. „Das ist für mich zum wichtigen Ausgleich geworden. Ich kann beim Laufen ausgezeichnet meine Gedanken sortieren, Themen oder Meetings Revue passieren lassen. Manchmal komme ich vom Laufen zurück und brauche sofort Stift und Zettel, um gute Gedanken oder die Struktur für eine Rede aufzuschreiben.“

Von der Banklehre zum Marathonvorstand

Als der Belgier Karl Lismont 1986 den ersten „Hanse-Marathon“ gewann, absolvierte Marquardt gerade seine Ausbildung zum Bankkaufmann in der Filiale Am Sand in Harburg. Damals musste er morgens noch von Hand Kontoauszüge und Belege sortieren. Die ersten Geldautomaten galten als Sensation.

„Das Arbeiten hat sich in diesen 40 Jahren deutlich verändert“, reflektiert Marquardt. „Wir erleben kontinuierlich viele Veränderungen und haben uns als Haspa auch selbst stark gewandelt. Ich bin überzeugt, dass diese Dynamik nicht weniger werden wird, sondern eher zunehmen wird.“

Sportliche Leidenschaft seit Jugendtagen

Konstant blieb Marquardts Leidenschaft für Sport. „Als der erste Marathon in Hamburg gelaufen wurde, war ich leidenschaftlicher Handballer beim TSV Heidenau“, erzählt er. „Ich habe selbst gespielt, eine Jugendmannschaft trainiert, war als Schiedsrichter unterwegs und habe mich mit einem Kollegen um die erste Vereinszeitung gekümmert.“

2003 rang er am Kreis sogar in einem Jubiläumsspiel für den TuS Jahn Hollenstedt mit Welthandballer Bertrand Gille (48) und dem HSV Handball. Nach 40 Jahren Handball und 42 Jahren bei der Haspa hält ihn mittlerweile neben dem Beruf vor allem das Laufen auf Trab.

Marathonziele mit dem Sohn

„Mit meinem Sohn haben wir uns gemeinsam das Ziel gesetzt, 42 Marathons in 42 verschiedenen Städten zu absolvieren“, erklärt Marquardt, dessen persönliche Bestzeit bei 3:42 Stunden liegt. „Inzwischen sind wir bei 26 Städten angelangt.“ 2025 kamen Oslo, Helsinki und Wien zu ihrer Liste hinzu.

Besondere Aufgabe beim Jubiläumsmarathon

Weil die 15,4 Kilometer als Startläufer der Staffel für ihn keine große Herausforderung darstellen, hat Marquardt am Sonntag eine besondere zusätzliche Aufgabe: Gemeinsam mit Innen- und Sportsenator Andy Grote (57) gibt er per Schiffsglocke das Startsignal – und muss sich anschließend zwischen den Startblöcken hindurch zu seinem eigenen Startplatz durchschlängeln.

Zeit spielt keine Rolle

Eine konkrete Zielzeit hat sich die fitte Vorstandsstaffel nicht gesetzt. „Da waren wir uns relativ schnell einig“, sagt Marquardt. Die drei anderen Staffelmitglieder haben von ihm auch keine speziellen Trainingspläne erhalten. „Das läuft über persönliche Ansprache“, lacht Marquardt. „Ich bin immer montags derjenige, der ein bisschen nervt und nachfragt, ob auch alle am Wochenende gelaufen sind.“

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„Aber Spaß beiseite: Beim Haspa Marathon ins Ziel zu laufen, ist jedes Mal etwas ganz Besonderes – egal in welcher Zeit man ankommt.“ Diese Erfahrung teilt der Marathon nun seit vier Jahrzehnten mit zehntausenden Läufern in Hamburg.