Champions League: Havertz-Foul-Elfmeter vereitelt Leverkusens Sieg gegen Arsenal
Havertz-Elfmeter kostet Leverkusen Sieg gegen Arsenal

Bitteres Ende für Bayer Leverkusen gegen Arsenal London

Bayer Leverkusen hat im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League einen möglichen Überraschungssieg gegen den englischen Spitzenreiter FC Arsenal in der Schlussphase aus der Hand gegeben. Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena rettete ausgerechnet der frühere Bayer-Profi Kai Havertz den englischen Tabellenführer mit einem späten Foulelfmeter zum 1:1-Unentschieden.

Spätes Drama durch Havertz-Elfmeter

Der deutsche Nationalspieler Havertz, der als Zehnjähriger zu Bayer Leverkusen gekommen war und dort zum Nationalspieler gereift ist, kehrte erstmals seit seinem Abgang im Jahr 2020 für ein Pflichtspiel in die BayArena zurück. In der 89. Minute verwandelte er einen Elfmeter nach einem Foul von Malik Tillmann an Noni Madueke zum späten Ausgleich. Zuvor hatte Robert Andrich die Leverkusener in der 46. Minute mit einem Kopfballtor in Führung gebracht.

Torhüter Janis Blaswich bezeichnete den späten Ausgleich bei DAZN als „bitter“, betonte aber gleichzeitig die starke Mannschaftsleistung: „Wenn wir auf unsere Leistung schauen, dann haben wir sehr erwachsen gespielt, sehr griffig.“ Torschütze Andrich blickte bereits nach vorne: „Nächste Woche haben wir noch eine Chance.“

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Starke Leverkusener Defensive und Lattenglück

Die Werkself überzeugte während des gesamten Spiels mit großem Engagement und einer stabilen Defensivleistung. Arsenal, das in der Ligaphase der Königsklasse als einziges Team alle acht Spiele gewonnen hatte, fand nur schwerlich Chancen gegen die gut organisierte Leverkusener Abwehr. In der 19. Minute hatte Bayer noch Glück, als ein harter Schuss von Gabriel Martinelli nach einem präzisen Konter der Londoner nur die Latte traf.

Trainer Kasper Hjulmand hatte vor der Partie Respekt vor der Extraklasse Arsenals geäußert, aber auch gefordert, „frei“ und „mit Mut“ zu spielen. Seine Mannschaft setzte diese Vorgaben gut um und startete mit besonderer Power in die zweite Halbzeit. Bereits zehn Sekunden nach Wiederanpfiff scheiterte Martin Terrier per Kopf noch an Arsenal-Keeper David Raya, ehe Andrich die anschließende Ecke zur Führung nutzte.

Alles offen für das Rückspiel in London

Für das Rückspiel am kommenden Dienstag in der britischen Hauptstadt ist nun alles offen. Zuvor steht für Bayer Leverkusen allerdings am Samstag noch das wichtige Heimspiel gegen den FC Bayern München in der Bundesliga auf dem Programm. Die Leverkusener können aus der starken Leistung gegen den englischen Top-Klub Mut für die kommenden Aufgaben schöpfen, müssen aber die bittere Niederlage in der Schlussphase verarbeiten.

Arsenal-Trainer Mikel Arteta hatte während des Spiels wild gestikulierend versucht, seine Mannschaft anzutreiben und mit mehreren Einwechslungen – darunter auch Havertz – das Spiel zu drehen. Der Applaus der Leverkusener Fans für ihren ehemaligen Spieler verwandelte sich am Ende in Enttäuschung, als Havertz zum Spielverderber für seinen Ex-Klub wurde.

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