Emotionaler Rückkehr: Kai Havertz spricht über Schmerzen und Comeback in Leverkusen
Havertz: Emotionaler Auftritt bei Rückkehr nach Leverkusen

Emotionale Rückkehr: Kai Havertz kehrt nach Leverkusen zurück

Der deutsche Nationalspieler Kai Havertz ist nach sechs Jahren erstmals wieder in Leverkusen zu Gast. Mit dem FC Arsenal trifft der 26-Jährige am Mittwochabend im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League auf seinen ehemaligen Verein Bayer 04 Leverkusen. Bereits am Dienstagabend betrat Havertz den Presseraum der BayArena zu einer bewegenden Pressekonferenz.

Wiedersehen mit alten Bekannten

Um 19.10 Uhr erschien Havertz vor den Medien. Sein erster Blick verriet bereits die emotionale Bedeutung dieses Moments. „Es ist wunderbar, wieder bei meinem Kindheitsverein zu sein. Ich habe schon einige bekannte Gesichter gesehen“, erklärte der Offensivspieler. Unter den anwesenden Personen befand sich auch sein erster Jugendtrainer bei Bayer, Slawomir Czarniecki. „Als ich unten durch die Tür gegangen bin, fühlte es sich wie gestern an“, gestand Havertz.

14 Minuten voller Emotionen

Insgesamt 14 Minuten dauerte der Auftritt des Arsenal-Stars, der neben der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte auch ausführlich über seinen Gesundheitszustand sprach. Innerhalb des vergangenen Jahres hatte Havertz drei aufeinanderfolgende Verletzungen zu verkraften. „Manchmal ist der Fußball so. Ich hatte noch nie eine solch schwere Herausforderung“, räumte der Spieler ein.

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Besonders die Knieverletzung setzte ihn mehr als vier Monate außer Gefecht: „Für mich war es hart, weil ich diesen Schmerz noch nie in meinem Leben so gespürt hatte – und er kam einfach plötzlich. Ich hatte zu Hause viel Unterstützung – meine Familie hat mir sehr geholfen. Aber natürlich: Zwei Operationen hintereinander sind nicht leicht.“

Havertz: „Ich bin zu 100 Prozent fit!“

Trotz der schwierigen Phase blickt Havertz nun optimistisch nach vorn: „Ich bin professionell genug, zu wissen: Das gehört manchmal zum Fußballspielen. Ich bin noch jung und hoffe, dass noch viele Jahre vor mir liegen. Ich bin zu 100 Prozent fit und bereit.“ Der Spieler betonte, wie sehr er das Gefühl vermisst habe, mit seinen Teamkollegen auf dem Platz zu stehen. „Deswegen war es mental hart. Umso glücklicher bin ich, wieder zurück zu sein. Ich will wieder eine Gefahr im Strafraum sein und meiner Mannschaft helfen.“

Bayer-Fans werden ihn feiern

Seine Familie wird beim Spiel im Stadion anwesend sein. Havertz lächelte bei der Erwähnung von Ticketanfragen: „Ich hätte mehr erwartet.“ Die Bayer-Fans werden ihren ehemaligen Liebling sicherlich gebührend empfangen. Simon Rolfes, Sportdirektor von Bayer 04 Leverkusen, äußerte sich positiv über die Rückkehr: „Es ist schön, dass Kai mal wieder hier ist. Der Kontakt zu ihm ist nie abgebrochen. Er war und ist ein herausragender Teil der Geschichte von Bayer 04.“

Rolfes verwies zudem auf die Entwicklung des Vereins seit Havertz' Weggang: „Als er uns verließ, waren wir ein Klub, der eher in der Europa League spielte. Jetzt stehen wir zum zweiten Mal in Folge im Achtelfinale der Champions League. Dass wir Kai in der Runde der letzten 16 wiedertreffen, spricht für unsere Entwicklung seit seinem Weggang.“

Wechselwirkungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart

Der Sportdirektor hatte mehrfach betont, dass Leverkusen durch den Verkauf von Havertz in der Lage war, ein Meisterteam aufzubauen. Darauf reagierte der Nationalspieler bescheiden: „Ich fühle mich sehr geehrt, dass Simon das gesagt hat. Wir haben auch darüber gesprochen. Aber daran habe ich keinen Anteil. Der Erfolg gehört der Mannschaft, die es vor zwei Jahren geschafft hat.“

Havertz erinnerte daran, dass er zu seiner Zeit bei Bayer keinen Titel gewinnen konnte: „Zu meiner Zeit haben wir keinen Titel gewinnen können. Ich wusste, wie sehr sich der Verein danach gesehnt hatte. Ich war glücklich für Bayer 04. Aber jetzt zählt nur das Spiel und ich bin hier, um zu gewinnen. Ich weiß, wie schwer es ist, Leverkusen zu Hause zu schlagen.“

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Arteta erleichtert über Rückkehr seines Stars

Arsenal-Trainer Mikel Arteta zeigte sich erleichtert über die Rückkehr seines Offensivspielers: „Er hatte jetzt drei Wochen komplette Konstanz – im Training, in der Vorbereitung und bei den Minuten im Spiel. Wir werden das so weiterführen, weil wir wissen, wie sehr es ihn beeinflusst.“

Der Trainer verwies auf die bisherige Verletzungsgeschichte seines Spielers: „Seine Verletzungsakte war bis dahin leer – er hatte nie eine große Verletzung. Über eine Karriere von 15, 20 Jahren wirst du solche Momente erleben. Wenn es jemanden gibt, der Demut, Geduld, Liebe zum Spiel und diesen Wettkampfgeist kombiniert, dann ist er es.“

Abschließend betonte Arteta: „Jetzt muss Kai genießen, dass er wieder spielt – und den Rest der Saison angehen.“ Die Rückkehr nach Leverkusen markiert somit nicht nur ein emotionales Wiedersehen, sondern auch den Beginn einer neuen Phase in Havertz' Karriere nach überstandenen Verletzungen.