Havertz vereitelt Leverkusens Sieg gegen Arsenal im Champions-League-Achtelfinale
Havertz verhindert Leverkusens Sieg gegen Arsenal

Havertz vereitelt Leverkusens Sieg gegen Arsenal im Achtelfinale

Bayer Leverkusen hat im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen den englischen Spitzenreiter FC Arsenal einen möglichen Überraschungssieg in der Schlussphase verpasst. Ausgerechnet der ehemalige Bayer-Profi Kai Havertz wurde mit einem späten Foulelfmeter zum Spielverderber und rettete den Londonern ein 1:1 (0:0) Unentschieden.

Spannende Duelle in der BayArena

Vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena lieferten sich Leverkusen und Arsenal viele enge Duelle. Die von Kasper Hjulmand trainierten Leverkusener überzeugten mit großem Engagement und einer stabilen Defensive gegen den englischen Tabellenführer, der in der Ligaphase der Königsklasse als einziges Team alle acht Spiele gewonnen hatte.

Robert Andrich brachte Bayer Leverkusen in der 46. Minute mit einem Kopfballtor in Führung. Der von Abwehrspieler Jarell Quansah geschickt frei geblockte Kapitän ließ die Leverkusener Fans jubeln. Arsenal gelang es lange Zeit kaum, den Druck zu erhöhen, obwohl Startrainer Mikel Arteta seine Mannschaft wild gestikulierend antrieb.

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Havertz' emotionales Comeback

Der entscheidende Moment kam in der 89. Minute, als Kai Havertz nach seiner Einwechslung per Foulelfmeter traf. Der deutsche Nationalspieler, der als Zehnjähriger zu Bayer gewechselt war und dort zum Nationalspieler gereift war, kehrte erstmals seit seinem Abgang 2020 für ein Pflichtspiel in die BayArena zurück. Die Leverkusener Fans hatten ihn zuvor mit viel Applaus empfangen.

Der Elfmeter fiel nach einem Foul von Malik Tillmann gegen Noni Madueke im Strafraum. Damit vereitelte Havertz, was lange wie ein verdienter Sieg für Leverkusen aussah. Die Werkself hatte sich griffig in den Zweikämpfen präsentiert und mit Wille und Einsatzbereitschaft überzeugt.

Spielverlauf mit Höhen und Tiefen

Bayer Leverkusen kam recht gut in die Partie und zeigte mit ersten Abschlüssen von Christian Kofane und Ibrahim Maza den Drang, nach vorne zu spielen. In der 19. Minute hatte Arsenal jedoch die große Chance, als Gabriel Martinelli nach einem schönen Spielzug nur die Latte traf.

Für neutrale Zuschauer hätte die Begegnung durchaus unterhaltsamer sein können, aber Bayer-Coach Hjulmand dürfte mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden gewesen sein. Sein Team variierte clever zwischen frühem Angriffsfußball und defensivem Block.

In den zweiten Durchgang startete Bayer 04 mit noch mehr Power. Zehn Sekunden nach Wiederanpfiff scheiterte Martin Terrier per Kopf noch an Arsenal-Keeper David Raya, bevor Andrich aus der anschließenden Ecke zur Führung traf.

Alles offen für das Rückspiel

Beim Rückspiel am kommenden Dienstag in der britischen Hauptstadt ist nun alles offen. Zuvor steht für Leverkusen am Samstag jedoch erst noch das Heim-Duell mit dem FC Bayern München auf dem Programm.

Hjulmand hatte vor der Partie seinen Respekt vor der Extraklasse Arsenals geäußert, aber auch gefordert, "frei" und "mit Mut" zu spielen. Diese Einstellung setzte seine Mannschaft über weite Strecken der Partie erfolgreich um, bis Havertz in der Schlussphase den Ausgleich erzwang.

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