Kai Havertz feiert Comeback im DFB-Team nach 492 Tagen Abwesenheit
Nach einer langen und beschwerlichen Verletzungspause von genau 492 Tagen hat Kai Havertz endlich wieder mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft trainiert. Der Arsenal-Profi absolvierte am Mittwoch in Herzogenaurach sein erstes Training mit dem DFB-Team seit November 2024 und zeigte sich dabei erleichtert und voller Vorfreude.
Eine emotionale Rückkehr nach schwieriger Zeit
„Ich habe die Jungs wirklich vermisst“, gestand Havertz bei seiner Rückkehr. „Für die Nationalmannschaft aufzulaufen, die deutsche Hymne zu singen – das ist einfach etwas ganz Besonderes und Einzigartiges.“ Der Mittelfeldspieler beschrieb seine Gefühle wie eine Heimkehr nach einer langen Reise, betonte aber gleichzeitig: „Es war eine sehr, sehr schwierige Zeit für mich persönlich.“
Seit seinem letzten Länderspieleinsatz vor fast eineinhalb Jahren kämpfte Havertz mit verschiedenen Verletzungen, die ihn immer wieder außer Gefecht setzten. Umso größer ist nun die Erleichterung über seine Rückkehr ins Mannschaftstraining.
Topfit, aber noch nicht bei 100 Prozent
„Ich fühle mich aktuell sehr, sehr gut“, erklärte der 26-Jährige selbstbewusst. „Man merkt natürlich, dass man ein komplettes Jahr raus war aus dem Nationalteam-Betrieb, aber ich bin topfit und bereit.“ Allerdings räumte Havertz auch ein, dass er noch nicht seine volle Leistungsfähigkeit erreicht habe: „Ich brauche definitiv noch das eine oder andere Spiel von Beginn an, um wieder auf meine 100 Prozent zu kommen.“
Die Gelegenheit dazu könnte sich bereits am Freitagabend bieten, wenn die deutsche Nationalmannschaft in Basel auf die Schweiz trifft. Das Spiel beginnt um 20:45 Uhr und wird live bei RTL übertragen.
Flexibel in der Positionierung
Wo genau Havertz im deutschen Team zum Einsatz kommen wird, ist ihm nach eigenen Angaben zweitrangig. „Ich sehe mich in erster Linie einfach wieder auf dem Platz“, betonte der vielseitige Spieler. „Bei den konkreten Positionen bin ich absolut flexibel und werde mich dort einbringen, wo der Trainer mich braucht.“
Ein ausführliches Rollengespräch mit Bundestrainer Julian Nagelsmann habe bislang noch nicht stattgefunden, doch Havertz zeigte sich zuversichtlich, dass dies in den kommenden Tagen nachgeholt wird. Seine Rückkehr nach 492 Tagen markiert nicht nur ein persönliches Comeback, sondern könnte auch für die deutsche Nationalmannschaft zum richtigen Zeitpunkt kommen.



