Hecking kehrt nach zehn Jahren als Retter nach Wolfsburg zurück
Dieter Hecking hat sich bei seiner Vorstellung als neuer Trainer des VfL Wolfsburg kämpferisch gezeigt. Der 61-Jährige kehrt nach einem Jahrzehnt an die Volkswagen-Arena zurück und erhält zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende. Seine Mission ist klar: den abstiegsbedrohten Bundesligisten vor dem Fall in die Zweitklassigkeit bewahren.
'Die Lage ist nicht gut, sonst wäre ich nicht hier'
Bei seiner ersten Pressekonferenz am Montag machte Hecking deutlich, dass er sich der schwierigen Situation voll bewusst ist. 'Jetzt gilt es für mich, in diesen neun, vielleicht elf Spielen den Klassenerhalt zu schaffen. Es ist machbar, nach wie vor machbar', betonte der erfahrene Trainer. Gleichzeitig räumte er ein, dass ihm die jüngsten Ergebnisse des Teams nicht geschmeckt hätten.
Der VfL Wolfsburg hatte am Sonntag bekannt gegeben, sich von Trainer Daniel Bauer und Sportchef Peter Christiansen zu trennen. Hecking, der den Verein zwischen 2012 und 2016 bereits erfolgreich trainierte und 2015 den DFB-Pokal sowie die Vizemeisterschaft errang, soll nun als Retter in der Not fungieren.
Mannschaft in der Pflicht
Hecking nahm direkt die Spieler in die Verantwortung: 'Wenn jetzt bei jedem Einzelnen die Sinne nicht geschärft sind, verstehe ich es nicht'. Die Ausgangslage ist tatsächlich prekär: Wolfsburg rangiert als Tabellen-17. mit vier Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz. Der neue Trainer betonte jedoch seinen unerschütterlichen Glauben an die Machbarkeit der Aufgabe.
Parallel zur Trainerernennung gab Aufsichtsratsvorsitzender Sebastian Rudolph weitere personelle Veränderungen bekannt. Der langjährige Wolfsburger Torwart Diego Benaglio wird bis Saisonende als 'Bindeglied' zwischen Aufsichtsrat und Mannschaft fungieren und damit einen Teil der Aufgaben des entlassenen Sportchefs Christiansen übernehmen.
Schwieriger Start gegen Hoffenheim
Heckings zweite Amtszeit beim VfL beginnt mit einer echten Feuerprobe. Bereits am kommenden Samstag (15.30 Uhr) muss das Team beim Champions-League-Aspiranten TSG Hoffenheim antreten. Diese schwierige Auswärtspartie wird erste Rückschlüsse auf Heckings Einfluss und die Reaktion der Mannschaft zulassen.
Der Trainer zeigte sich trotz der Herausforderung optimistisch und verwies auf seine langjährige Erfahrung in der Bundesliga. Sein Fokus liegt darauf, die defensiven Strukturen zu stabilisieren und der Mannschaft neuen Selbstvertrauen einzuflößen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Heckings Rückkehr tatsächlich den erhofften Wendepunkt für den kriselnden Verein markiert.



