Hertha BSC: Aufstiegstraum nach Niederlage gegen Kaiserslautern wohl geplatzt
Hertha: Aufstiegstraum nach FCK-Niederlage wohl geplatzt

Hertha BSC: Aufstiegshoffnungen nach Niederlage gegen Kaiserslautern erlöschen

Es war ein Nachmittag voller Enttäuschung für die Hertha-Anhänger im Berliner Olympiastadion. Die 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern dürfte die Aufstiegsträume der Hauptstädter in der 2. Fußball-Bundesliga endgültig beendet haben. Nach dem Spiel nahmen sich die Profis zwar noch Zeit für Autogramme und Fotos mit jungen Fans, doch die Stimmung war gedrückt.

Realistische Einschätzung nach dem Spiel

Torwart Tjark Ernst zog ein ernüchterndes Fazit: „Ich glaube jeder, der heute das Spiel gesehen hat, hat mehr oder weniger ein Spiel auf ein Tor gesehen. Und deswegen ist es natürlich extrem ärgerlich, weil wir uns viel vorgenommen haben und jetzt am Ende ohne Punkte stehen.“ Die Serie mit 13 Punkten aus fünf Spielen ist damit beendet.

Mittelfeldspieler Paul Seguin zeigte sich realistisch: „Wir müssen ehrlich sein, es wird sehr schwer, eigentlich fast unmöglich.“ Der Rückstand auf den Relegationsplatz drei könnte sich auf acht Punkte vergrößern, bei nur noch fünf verbleibenden Spielen. Seguin ergänzte: „Vom Gefühl hatte ich dieses Spiel schon tausendmal in dieser Saison. Wir kriegen es irgendwie nicht hin, die entscheidenden Dinger dann auch mal reinzumachen.“

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Dominanz ohne Effizienz

Die Berliner dominierten zwar weite Strecken des Spiels und ließen in der ersten Halbzeit kaum etwas zu, doch gegen tiefstehende Kontrahenten wie den FCK fehlte erneut die letzte Konsequenz. Stürmer Luca Schuler analysierte: „Es lag häufig am letzten Pass, an der letzten Idee, die nicht gepasst hat.“

Der Siegtreffer der Lauterer durch Mergim Berisha fiel kurz nach dem Seitenwechsel nach einem Eckball, den die Hertha-Abwehr allzu zaghaft klärte. Trainer Stefan Leitl kommentierte knapp: „Richtig scheiße für uns, das muss man auch so sagen. Wir kriegen die erste Ecke gegen uns und das Ding ist drin.“ Für ihn war es ein „maximal bitterer Nachmittag“.

Zukunftsperspektiven und aktuelle Ziele

Nach 29 Spieltagen bleibt die Erkenntnis, dass es für die Hertha für die Spitze offenbar nicht reicht. Die Zukunft des Teams ist ungewiss – Spieler wie Kennet Eichhorn, Fabian Reese und Tjark Ernst stehen bei höherklassigen Clubs auf dem Zettel. Geschäftsführer Peter Görlich gab Trainer Leitl jedoch in einem rbb-Interview das Vertrauen für die nächste Saison.

Verteidiger Toni Leistner betonte die Moral der Mannschaft: „Die Flinte irgendwie ins Korn werfen, das sind wir nicht. Jeder weiß, dass wir den Fans was schuldig sind, die uns über die letzten Jahre schon immer in voller Kapelle unterstützt haben.“ In den letzten fünf Spielen wollen die Berliner ihrem Anhang noch einmal Grund zur Freude geben.

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