Hertha BSC steht vor Talent-Abgang: Neue Klausel für Boris Mamuzah Lum
Nach herausragenden Leistungen in den U19-Länderspielen Deutschlands rückt Boris „Bobo“ Mamuzah Lum (18) verstärkt in den Fokus europäischer Top-Klubs. Der Mittelfeldspieler von Hertha BSC führte die deutsche U19-Nationalmannschaft mit starken Auftritten in den entscheidenden Qualifikationsspielen gegen Schweden (2:2), Griechenland (1:0) und Österreich (3:2) zur Europameisterschaft nach Wales. Damit positioniert er sich als zweites großes Berliner Ausnahmetalent neben dem 16-jährigen Kennet Eichhorn.
Scouts beobachten Lum bei Entscheidungsspiel
Beim entscheidenden Sieg gegen Österreich saßen in Frankfurt zahlreiche Scouts europäischer Spitzenklubs auf der Tribüne und konnten den stark agierenden Vizekapitän der U19 beobachten. Die Frage, die sich nun stellt: Verliert Hertha BSC möglicherweise beide Top-Talente in naher Zukunft?
Während bekannt ist, dass zahlreiche europäische Klubs hinter Wunderkind Kennet Eichhorn her sind – dessen Ausstiegsklausel zwischen zehn und zwölf Millionen Euro liegt –, rückt nun auch Boris Mamuzah Lum ins Zentrum der Transfergerüchte. Ideal für Hertha wäre bei Eichhorn ein Verkauf mit anschließender Rückleihe, doch diese Option bleibt ungewiss.
Ausstiegsklausel zu neuen Konditionen
Exklusivinformationen zufolge verfügt auch das talentierte Eigengewächs Lum über eine Ausstiegsklausel – und zwar zu veränderten Konditionen. Während im Januar 2024 noch eine Klausel über fünf Millionen Euro bekannt wurde, die damals den Abgang zu Klubs wie Bayern München, Bayer Leverkusen, Ajax Amsterdam, FC Barcelona, Tottenham Hotspur oder Red Bull Salzburg verhinderte, wurde diese bei Lums Vertragsverlängerung bis 2028 angepasst.
Die neue Regelung besagt: Falls Hertha BSC in der Zweiten Liga verbleibt, könnte Lum bereits für drei Millionen Euro den Verein verlassen. Vereine, die für die Champions League qualifiziert sind, müssten einen etwas höheren Betrag zahlen. Diese Kombination aus starken Länderspielleistungen und der attraktiven Ausstiegsklausel macht den 18-Jährigen für zahlreiche Klubs noch interessanter.
Karriereverlauf und aktuelle Situation
Boris Mamuzah Lum, der bereits mit 16 Jahren im Trainingslager der Hertha-Profis in Spanien unter dem damaligen Trainer Pal Dardai beeindruckte („Er ist eins der größten Talente der letzten Jahre“), feierte im September 2024 sein Zweitliga-Debüt. Unter dem aktuellen Hertha-Trainer Stefan Leitl (48) konkurriert er im defensiven Mittelfeld mit sechs weiteren Profis – Kennet Eichhorn, Paul Seguin, Kevin Sessa, Diego Demme, Leon Jensen und Pascal Klemens – um lediglich zwei freie Plätze.
Bisher kam Lum auf sechs Jokereinsätze, musste jedoch auch nach seinem starken Auftritt beim 2:1-Sieg in Münster am 8. März, wo er das Siegtor einleitete, im folgenden Spiel gegen Bochum (1:1) wieder auf der Bank Platz nehmen.
Ungewisse Zukunft bei Hertha BSC
Völlig unklar ist derzeit, mit welchem Personal Hertha BSC in der kommenden Saison antreten wird. Das Eigengewächs Lum steht an einem entscheidenden Punkt seiner Karriere und muss den nächsten Schritt gehen. Die spannende Frage bleibt: Wird dieser Schritt bei Hertha BSC erfolgen oder bald bei einem anderen Verein?
Die veränderte Ausstiegsklausel und die beeindruckenden internationalen Leistungen haben die Transfergerüchte um den jungen Mittelfeldspieler deutlich angeheizt. Während Hertha versucht, ihre Talente zu halten, werden europäische Top-Klubs die Entwicklung genau beobachten.



