Hertha BSC: Blindes Vertrauen als Trainingskonzept
In der aktuellen Länderspielpause setzt Hertha BSC auf ungewöhnliche Methoden, um die Sinne der Spieler zu schärfen und den Teamgeist zu stärken. Unter der Leitung von Trainer Stefan Leitl (48) absolvierten die Profis am Dienstagvormittag ein spezielles Training, bei dem blindes Vertrauen im Mittelpunkt stand.
Slalomparcours mit verbundenen Augen
Zur Erwärmung bildeten die Spieler Paare, wobei jeweils ein Partner eine Augenbinde erhielt. Vollkommen blind mussten diese zunächst einen Stock auf dem Rasen finden und anschließend einen Slalomparcours bewältigen – stets unter der Anleitung des sehenden Partners. Noch herausfordernder wurde es, als die „blinden“ Spieler den Parcours mit Ball am Fuß meistern mussten, während der sehende Partner engen Körperkontakt hielt, um Unfälle zu vermeiden.
Verteidiger Toni Leistner (35) zeigte sich ebenso begeistert wie Kapitän Fabian Reese (28), der seinen „blinden“ Partner Diego Demme kurzerhand in die Luft hob und ihn – mit eingeklemmtem Ball zwischen den Füßen – zum Zielort, einem Hula-Hoop-Reifen, trug. Diese Übung trainierte nicht nur den Lachmuskel, sondern auch die Koordination und das blinde Vertrauen in den Teamkollegen.
Weitere Fun-Acts und Teamspiele
Im Anschluss folgten weitere unterhaltsame Übungen in Dreierteams:
- Jonglieren mit dem Ball
- Versuchen, den Ball aus der Luft in einer blau-weißen Tonne zu versenken
- Umschießen von Hütchen wie beim Bowling
- Flankenbälle direkt in ein Mini-Tor köpfen
Ein besonderes Highlight war die Teilnahme von Kennet Eichhorn (16), der nach seiner Sprunggelenkverletzung alle Übungen mitmachen konnte und im Abschlussspiel strahlend auf dem Siegerfoto posierte. Insgesamt bot das Training eine willkommene Abwechslung und stärkte den Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft.



