Hertha BSC: Debakel in Paderborn offenbart tiefe Krise unter Trainer Stefan Leitl
Die Situation bei Hertha BSC spitzt sich dramatisch zu. Nach der ernüchternden 2:5-Niederlage beim SC Paderborn steht Trainer Stefan Leitl (48) massiv in der Kritik. Rechnerisch mag der Aufstieg in die Bundesliga noch möglich sein, doch realistisch betrachtet hat die Berliner Mannschaft nach dieser desaströsen Leistung kaum noch Chancen.
Das "Wie" der Niederlage ist das eigentliche Problem
Nicht nur die Niederlage an sich, sondern vor allem die Art und Weise, wie Hertha BSC in Paderborn unterging, ist alarmierend. Seit Wochen zeigt die Mannschaft mit den immer gleichen Spielern auf den immer gleichen Positionen keinerlei Fortschritte. Das Spiel in Paderborn war von enormer Bedeutung, um an die Aufstiegsplätze heranzurücken. Stattdessen versagte das Team durch alle Reihen hindurch komplett.
Die Verantwortung dafür trägt eindeutig Trainer Stefan Leitl. Seine Spielvorbereitung, die Aufstellung und die taktischen Vorgaben führten dazu, dass Hertha BSC zwei Klassen schlechter spielte als der Gegner. Ein Dreifach-Wechsel zur Halbzeit war ein deutliches Eingeständnis des Scheiterns – und brachte keinerlei Besserung.
Fehlende Spielidee und teurer Kader
Das Debakel in Paderborn ist ein weiteres Beispiel dafür, wie der überteuerte Hertha-Kader regelmäßig von Mannschaften mit klarer Spielidee deklassiert wird. Die entscheidende Frage lautet: Was ist eigentlich die Stärke dieser Berliner Mannschaft? Eine überzeugende Spielphilosophie sucht man vergeblich.
Wenn gar nichts mehr geht, beschränkt sich Hertha BSC auf das sogenannte Umschaltspiel – im Trainer-Neudeutsch das, was früher Kontern hieß. Hinten reinstellen, vorne hoffen – diese Taktik reicht jedoch bei weitem nicht für den Aufstieg in die Bundesliga.
Verantwortliche müssen sich Fragen stellen
Die Hertha-Verantwortlichen um CEO Peter Görlich werden bald die wahrscheinlich dritte erfolglose Zweitliga-Saison ohne Aufstieg bewerten müssen. Dabei drängt sich vor allem eine Frage auf: Wohin haben Stefan Leitl und der von Sportdirektor Benjamin Weber uninspiriert zusammengestellte Kader Hertha BSC eigentlich gebracht?
Stand jetzt ist der Verein keinen Schritt weiter. Weder im Kader noch in der sportlichen Chefetage hat sich derzeit irgendjemand als unentbehrlich für die kommende Saison erwiesen. Alles muss jetzt grundlegend hinterfragt werden – von der Trainerverantwortung bis zur Kaderplanung.
Die Niederlage in Paderborn war mehr als nur ein verlorenes Spiel. Sie war ein deutliches Signal für die tiefgreifenden Probleme bei Hertha BSC, die dringend gelöst werden müssen, wenn der Verein wieder an frühere Erfolge anknüpfen will.



