Hertha BSC nach 2:5-Debakel: Trainer Leitl spricht von "Ausrutscher" - Druck vor Nürnberg-Spiel
Hertha-Debakel: Leitl nennt 2:5-Niederlage "Ausrutscher"

Hertha BSC nach Paderborn-Debakel: Leitl verteidigt seine Mannschaft

Die 2:5-Niederlage bei SC Paderborn hat bei Hertha BSC tiefe Wunden hinterlassen. Während enttäuschte Fans nach dem Spiel Bierbecher warfen und die Aufstiegsträume begruben, versucht Trainer Stefan Leitl die schwere Klatsche als Einzelfall darzustellen. "Paderborn ist ja nicht der Regelfall, das Spiel war nur ein Ausrutscher", erklärte der 48-Jährige in der Pressekonferenz vor dem wichtigen Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg.

Trainer unter Druck: Nur ein Sieg aus neun Spielen

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Aus den letzten neun Ligaspielen holte Hertha BSC lediglich einen Sieg. Die Luft für Stefan Leitl wird dünner, die Zündschnur kürzer. Trotzdem beharrt der Trainer auf seiner Einschätzung: "Das Spiel in Paderborn ist kein Spiegelbild der Saison, sondern dass bei uns was geht." Dabei räumte er selbst ein: "Paderborn war uns auf jeder einzelnen Position überlegen."

Nach der enttäuschenden Leistung folgten lange Gespräche zwischen Vereinsführung, Trainerstab und Mannschaft. Leitl kündigte Konsequenzen an: "Wir gucken genau hin. Es wird Änderungen in der Startelf geben." Brekalo, Kownacki und Dudziak sollen gegen Nürnberg beginnen, während Schuler, Winkler und Leister auf der Bank Platz nehmen könnten. Auch Kolbe könnte Dardai ersetzen.

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Akademiespieler müssen weiter warten

Kritik an der Personalpolitik weist Leitl entschieden zurück. Auf die Frage, warum nicht mehr junge Talente aus der eigenen Akademie zum Zug kommen, antwortete der Trainer deutlich: "Die Talente, die ich am weitesten sehe, sind bereits bei den Profis. Es liegt an den Jungs selbst, die Chance zu ergreifen, wenn sie oben dabei sind." Als positives Beispiel nannte er Kenny Eichhorn.

Im Klartext bedeutet dies: Von den Nachwuchsspielern darf sich derzeit keiner Hoffnung auf einen Profieinsatz machen. Die Verantwortung schiebt Leitl damit zurück zu den Spielern selbst: "Das liegt also nicht am Trainerteam, Verein oder an der Philosophie, sondern an den Jungs selbst."

Nürnberg-Spiel als Nagelprobe

Vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am Sonntag (13.30 Uhr) steht Hertha BSC unter enormem Druck. Nach fünf sieglosen Heimspielen in Folge muss endlich eine Reaktion folgen. "Wir müssen zusehen, dass uns so etwas nicht noch mal passiert!", fordert Leitl von seiner Mannschaft.

Die Aufgabe des Trainerteams sei es, "das richtige Personal auszuwählen", während die Mannschaft "eine klare Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen zeigen und drei Punkte holen" müsse. Ob die geplanten Personaländerungen ausreichen, um die Krise zu überwinden, bleibt fraglich. Sicher ist: Ein weiterer Misserfolg würde die Position von Stefan Leitl erheblich erschüttern.

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