Angelo Stiller: Unverhoffte WM-Chance durch Verletzungen von Pavlovic und Nmecha
Stiller: Unverhoffte WM-Chance durch Verletzungen

Angelo Stiller: Unverhoffte WM-Chance durch Verletzungen von Pavlovic und Nmecha

Für Angelo Stiller dürfte die Nominierung ein Déjà-vu gewesen sein: Trotz starker Leistungen im Verein wurde er bei der Nominierung erneut ignoriert – wie schon beim DFB-Lehrgang im November. Auch die jüngsten Aussagen von Bundestrainer Julian Nagelsmann ließen kaum Hoffnung auf eine Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft.

Nagelsmanns herber Dämpfer und die plötzliche Wende

„Ich sehe Ange nicht in der ersten Elf und wir haben uns dafür entschieden, die Positionen dahinter anders zu besetzen“, verpasste ihm der 38-Jährige einen herben Dämpfer. In Nagelsmanns Kaderplanung schien Stiller keine Rolle als Nummer 15 oder 16 einnehmen zu können. Die WM-Perspektive war damit nahezu dahin – bis sich durch die zwei Verletzungen von Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha nun doch unerwartet eine Tür öffnet.

Eigentlich hatte der 24-Jährige für die Länderspielpause andere Pläne: ein Kurztrip nach Madrid mit einem Freund. Eine Reise, die er nun wohl nur allzu gerne abgesagt hat. Stattdessen bietet sich ihm plötzlich die unverhoffte Riesenchance, doch noch auf den WM-Zug aufspringen zu können.

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Die Gelegenheit in Basel und die Konkurrenzsituation

Durch die Ausfälle von Pavlovic und Nmecha könnte er bereits am Freitag in Basel auf der Doppelsechs neben Leon Goretzka die Gelegenheit bekommen, nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Anton Stach und Pascal Groß stehen als Alternativen bereit. Stillers Situation erinnert an die von Leroy Sané: Nach hartnäckiger Kritik überzeugte der Ex-Münchner im vergangenen Lehrgang – und dürfte sein Ticket für die WM dadurch so gut wie sicher haben.

Verletzungsanfälligkeit Pavlovics als zusätzlicher Faktor

Für Stiller spricht zudem die Verletzungsanfälligkeit Pavlovics, der immer wieder mit gesundheitlichen Rückschlägen zu kämpfen hat – von Mandelentzündung über Schlüsselbeinbruch bis hin zu Pfeifferschem Drüsenfieber und Augenhöhlenbruch. Aktuell setzt ihn der Hüftbeuger außer Gefecht – und eröffnet Stiller die nächste Chance.

Kimmichs klare Position und Lob für Stiller

Theoretisch könnte auch Joshua Kimmich die Lücke auf der Sechs – seiner Stammposition beim FC Bayern – schließen, doch der Münchner beendete entsprechende Diskussionen umgehend. „Nein“, stellte Kimmich auf der DFB-Pressekonferenz am Dienstagmittag mehr als deutlich klar. Stattdessen stärkte der DFB-Kapitän Stiller demonstrativ den Rücken: „Gerade der Angelo ist ein Spieler, der in einer sehr guten Form ist, der sehr gute Spiele gezeigt hat. Der einen sehr großen Anteil daran hat, dass der VfB in einer guten Verfassung ist.“

VfB Stuttgart als starker Vereinsblock im Kader

Mit insgesamt sechs Stuttgartern stellt der VfB – ebenso wie der FC Bayern – den größten Vereins-Block im Kader. Kimmich sieht darin einen Vorteil, betonte dennoch: „Den Angelo musst du eh nicht integrieren, weil er schon öfter dabei war und auch er bringt absolut die Qualität mit, um uns in der Nationalmannschaft zu helfen.“

Sein bislang letztes von fünf Länderspielen absolvierte Stiller im September beim 0:2 gegen die Slowakei zum Auftakt der WM-Qualifikation. In den kommenden Tagen bekommt er nun erneut die Gelegenheit, sich vor den Augen des Bundestrainers zu beweisen – und doch noch auf den WM-Zug aufzuspringen.

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