Hertha-Keeper Tjark Ernst: Aufstiegschancen schwinden, Zukunft offen
Hertha-Keeper Ernst: Aufstieg unwahrscheinlich, Zukunft unklar

Hertha-Keeper Tjark Ernst: „Es wäre vermessen, jetzt ein Versprechen abzugeben“

Der Torwart von Hertha BSC, Tjark Ernst, hat sich in der aktuellen Saison zu einem der herausragenden Torhüter der 2. Bundesliga entwickelt. Im exklusiven Interview spricht der 23-Jährige über die enttäuschenden Aufstiegschancen seines Vereins, seine persönliche Leistung und die Gerüchte um seine Zukunft.

Ernst erklärt Berliner Inkonstanz

Die Saison von Hertha BSC verlief bisher wechselhaft. Nach einem schwachen Start folgte eine Serie von sechs Siegen in Folge, doch in der Rückrunde fehlte die notwendige Konstanz. „Es ist extrem schwer zu beantworten, woran das liegt“, gesteht Ernst. „In Spielen wie gegen Fürth oder Bielefeld haben wir es nicht geschafft, erwachsen zu Ende zu spielen. Das sind Kleinigkeiten, die am Ende den Unterschied ausmachen.“ Der Torwart betont, dass die Mannschaft zwar mehr Punkte als in der Vorsaison gesammelt habe, aber dennoch unzufrieden mit dem Verlauf sei.

Aufstiegschancen schwinden

Trainer Stefan Leitl hatte bereits erklärt, die Tür zum Aufstieg sei geschlossen. Ernst sieht darin keinen übermäßigen Druck: „Jeder Spieler, der bei Hertha unterschreibt, sollte den Anspruch haben, aufzusteigen. Der Verein gehört in die erste Liga.“ Dennoch räumt er ein, dass die Niederlagen gegen direkte Konkurrenten wie Schalke oder Darmstadt die Chancen deutlich geschmälert hätten. Für die restliche Spielzeit lautet das Ziel, in jedem Spiel das Maximum herauszuholen und drei Punkte zu sichern.

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Persönliche Entwicklung und Weiße Westen

Tjark Ernst bewertet seine eigene Leistung zurückhaltend: „Ich tue mich schwer, mich selber zu bewerten. Ich bin mit meiner Saison im Großen und Ganzen zufrieden, habe aber noch Entwicklungspotenzial.“ In der Statistik der Weißen Westen liegt er gleichauf mit Loris Karius und Marcel Schuhen. „Es ist ein schöner Side-Fact“, kommentiert Ernst, betont aber, dass saubere Spiele ein Verdienst der gesamten Mannschaft seien.

Die Rolle des Vaters

Sein Vater, ein ehemaliger Bundesliga-Torwart, ist für Ernst eine wichtige Stütze. „Auf mich wurde von zu Hause aus nie Druck ausgeübt, das ist der größte Vorteil“, erklärt der 23-Jährige. Sein Vater stehe ihm mit Rat und Tat zur Seite, lasse ihn aber auch eigene Erfahrungen sammeln.

Wechselgerüchte und Zukunft

Die guten Leistungen von Tjark Ernst haben Gerüchte über einen Wechsel ausgelöst. Der Torwart bleibt gelassen: „Das ist Teil des Geschäfts. Ich konzentriere mich auf das Hier und Jetzt.“ Sein Vertrag bei Hertha BSC läuft bis 2027, und er fühle sich in Berlin wohl. Auf die Frage nach seiner Zukunft über den Sommer hinaus antwortet er diplomatisch: „Hertha wird der erste Ansprechpartner sein. Es wäre vermessen, jetzt irgendwelche Versprechen abzugeben.“

Traum von der Nationalmannschaft

Ein langfristiges Ziel von Tjark Ernst ist der Sprung in die A-Nationalmannschaft. „Das ist natürlich ein Traum, der noch ein bisschen weiter weg ist“, sagt er. Seine Erfahrungen mit der U21-Auswahl bei der EM im Sommer hätten ihn jedoch motiviert, weiter hart zu arbeiten.

Insgesamt zeigt das Interview einen reflektierten und ambitionierten Torwart, der trotz der enttäuschenden Saison bei Hertha BSC optimistisch in die Zukunft blickt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob er seinen Traum vom Aufstieg mit den Berlinern doch noch verwirklichen kann.

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