Herthas Pokaltraum dramatisch geplatzt: Elferkrimi gegen Freiburg
Für Hertha BSC hat sich der Traum vom Finale im eigenen Olympiastadion nach einem atemberaubenden Pokal-Krimi erneut zerschlagen. Die Berliner unterlagen im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den Bundesligisten SC Freiburg im Elfmeterschießen mit 4:5. Nach einer packenden Verlängerung hatte es 1:1 (0:0) gestanden, ehe der Freiburger Torhüter Florian Müller im entscheidenden Moment gegen Pascal Klemens parierte.
Ein emotionaler Abend im Olympiastadion
Die Freiburger Mannschaft von Trainer Julian Schuster bewahrt sich somit die historische Chance auf ihren ersten DFB-Pokal-Sieg der Vereinsgeschichte. Es ist überhaupt erst das vierte Mal, dass die Breisgauer das Halbfinale erreichen und der erste Einzug seit drei Jahren. Für die Hertha geht die lange Wartezeit auf einen Finaleinzug indes weiter – seit 1993, als die zweite Mannschaft überraschend das Endspiel erreichte.
„Die Hütte muss brennen, wenn wir eine Chance haben wollen“, hatte Herthas Trainer Stefan Leitl vor dem Spiel gefordert – und sein Team lieferte zunächst eine engagierte Leistung. Bereits nach sieben Minuten jubelten die rund 55.000 Zuschauer im Olympiastadion, als Fabian Reese nach einer Ecke zum Kopfball traf. Doch Schiedsrichter Patrick Ittrich nahm den Treffer nach VAR-Hinweis wegen einer Abseitsstellung von Julian Eitschberger zurück.
Spannende Verlängerung mit dramatischem Finale
Hertha blieb dennoch die aktivere Mannschaft, presste früh und setzte Freiburg unter Druck, sodass die Gäste kaum Ruhe in ihr Spiel fanden. Erst nach rund 20 Minuten fand Freiburg besser in die Partie und kam zu ersten Abschlüssen, doch Hertha-Keeper Tjark Ernst war stets zur Stelle. Ein Offensivspektakel entwickelte sich jedoch nicht, bis in der Verlängerung die entscheidenden Szenen folgten.
Yuito Suzuki brachte Freiburg in der 96. Minute in Führung, nachdem Linus Gechter einen zu kurzen Rückpass auf Ernst gespielt hatte. Doch Hertha gab nicht auf: Fabian Reese traf nur acht Minuten später nach einer Vorlage von Seguin traumhaft aus der Distanz und glich zum 1:1 aus. Im anschließenden Elfmeterschießen behielt schließlich Florian Müller die Oberhand und besiegelte das Aus der Berliner.
Die Freiburger stehen somit im Halbfinale des DFB-Pokals, während für Hertha BSC eine weitere Saison ohne Pokalerfolg zu Ende geht. Die Enttäuschung im Olympiastadion war greifbar, als der letzte Elfmeter gehalten wurde und die Finalträume endgültig zerplatzten.



