Mannheim – Mit einem historischen Hattrick hat Eric Mik die Eisbären Berlin im dritten Finalspiel der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zu einem 5:1-Auswärtssieg gegen die Adler Mannheim geführt. Der Verteidiger ist erst der achte Spieler, dem in einem DEL-Finalspiel drei Treffer gelangen, und der erste Abwehrspieler überhaupt. Dennoch bleibt der 28-Jährige bescheiden: „Wir sind immer noch nicht fertig“, betonte Mik bei MagentaSport. „Ich freue mich mehr über den Sieg. Aber der Hattrick ist natürlich sehr gut.“
Mik schreibt Geschichte
Der Nationalverteidiger zeigte sich überrascht von seiner eigenen Leistung: „Hätte mir das vor dem Spiel jemand gesagt, hätte ich gesagt: Ja, komm …“, sagte Mik und winkte ab. „Aber ich habe ja auch ein paar Mal Stürmer gespielt.“ Mit seinem Dreifachpack half er den Eisbären, in der Best-of-Seven-Serie auf 3:0 davonzuziehen. Nun fehlt nur noch ein Sieg zur dritten Meisterschaft in Serie.
Eisbären wollen den Titel klarmachen
Bereits am Donnerstag (19.30 Uhr/MagentaSport) könnte die Entscheidung fallen. Mik rechnet jedoch mit starkem Widerstand der Adler: „Das wird sehr, sehr schwer“, sagte er. „Mannheim ist eine super Truppe, aber wir wollen jetzt da weitermachen, wo wir aufgehört haben.“ Die Berliner zeigten sich im dritten Spiel von ihrer besten Seite und ließen den Adlern wenig Raum für eigene Akzente.
Adler unter Druck
Die Mannheimer stehen nach der dritten Niederlage mit dem Rücken zur Wand. Trainer und Sportmanager Dallas Eakins kritisierte die Verkrampfung seines Teams: „Unseren Jungs liegt das so sehr am Herzen“, sagte der US-Amerikaner. „Ich würde mir wünschen, sie würden durchatmen und nicht so verkrampft spielen.“ Besonders die mangelnde Effizienz im Angriffsdrittel bemängelte Eakins: „Es war das schlechteste Spiel des Jahres in Bezug auf die Ausführung im gegnerischen Drittel.“
Kühnhackl fordert mehr Effizienz
Der zweimalige Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl appellierte an seine Mannschaftskollegen: „Wir brauchen uns jetzt keine Energie mehr aufzuheben für Spiel fünf. Jeder weiß, was er zu tun hat“, sagte der Stürmer und sprach von einem „Best-of-Eins-Spiel“. Die Adler müssen nun alles in die Waagschale werfen, um die Serie zu verlängern und eine historische Aufholjagd zu starten.
Die Eisbären Berlin hingegen sind bereit, den nächsten Schritt zu machen. Mik und seine Teamkollegen wissen um die Schwere der Aufgabe, doch der Siegeswille ist ungebrochen. Am Donnerstag könnte die Vorentscheidung fallen – oder die Adler zeigen eine Trotzreaktion und erzwingen ein viertes Spiel.



