Hoeneß enthüllt: Oliver Glasner war Top-Kandidat für FC Bayern vor Kompany
Hoeneß: Glasner war Top-Kandidat vor Kompany für Bayern

Hoeneß enthüllt: Glasner stand vor Kompany auf der Bayern-Liste

Vincent Kompany hat sich beim FC Bayern München als absoluter Glücksgriff erwiesen. Doch nun bestätigt Ehrenpräsident Uli Hoeneß in einem ausführlichen Interview mit dem Kicker, dass die Münchner 2024 eigentlich einen anderen Top-Kandidaten im Visier hatten. Die Bilanz des Belgiers spricht allerdings für sich: In 98 Pflichtspielen als Bayern-Trainer verbuchte Kompany bereits 74 Siege und nur elf Niederlagen.

Glasner war die erste Wahl

Hoeneß erzählt freimütig: „Wir waren anfangs skeptisch, er war die Nummer vier oder fünf, mit der wir gesprochen haben.“ Gemeint ist Kompany. Vor ihm standen auf der Liste: Julian Nagelsmann, Ralf Rangnick, Thomas Tuchel und vor allem Oliver Glasner. Der Ehrenpräsident bekräftigt: „Glasner wäre gekommen, hätte ihn Crystal Palace freigegeben.“

Bereits im Sommer 2024 hatte Hoeneß bei einem Vereinsjubiläum des Amateurklubs SV Seligenporten ausgeplaudert, dass der frühere Eintracht Frankfurt-Coach in der engeren Auswahl war. Glasner selbst hatte dies weder dementiert noch bestätigt, sondern lediglich kommentiert, es ergebe „keinen Sinn, jetzt im Dezember über etwas zu sprechen, das vielleicht vor einem knappen halben Jahr passiert ist oder hätte passieren können“.

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Crystal Palace blockierte – Kompany kam ins Spiel

Da sich Crystal Palace entschied, Glasner zu halten, fokussierte sich der FC Bayern auf Vincent Kompany. Der Belgier war damals auf Topniveau noch nicht etabliert, hatte aber als Spieler viele Jahre bei Manchester City verbracht und erste Trainererfahrungen bei Anderlecht und Burnley gesammelt.

Ein entscheidender Ratschlag kam von einem alten Bekannten: „Als wir Pep Guardiola vor Vincents Verpflichtung angerufen und gefragt haben, was er von ihm hält, hat er gesagt, wir können ihn blind nehmen“, verrät Hoeneß.

Das entscheidende Verhandlungsdinner

Die Initialzündung für Kompany kam von Sportvorstand Max Eberl. „Das erste Gespräch fand im Käfer statt, mit Herbert Hainer, Max, Christoph Freund, Vincent und seinem Vater, früher Bürgermeister in Belgien“, erinnert sich Hoeneß. „Nach einer halben Stunde habe ich Max einen Stoß gegeben und den Daumen nach oben gezeigt, ich wusste: Das ist er!“

Der Ehrenpräsident ging sogar noch weiter: „Ich habe Max dann gesagt, er soll bitte Wäsche zum Übernachten mitnehmen, ohne Vertrag brauche er nicht von den Verhandlungen zurückzukommen.“ Diese Entschlossenheit zahlte sich aus – Kompany unterschrieb und entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Trainer-Entscheidungen der jüngeren Bayern-Geschichte.

Die Enthüllungen von Hoeneß zeigen einmal mehr, wie knapp die Personalentscheidungen im Profifußball manchmal sind. Wäre Crystal Palace kooperativer gewesen, stünde heute vielleicht Oliver Glasner an der Seitenlinie des Rekordmeisters – doch die Bayern können mit Vincent Kompany mehr als zufrieden sein.

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