Hoeneß wünscht sich Neuer als Mentor für Torwart-Erbe Urbig
Der Ehrenpräsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat sich öffentlich für eine weitere Vertragsverlängerung von Kapitän Manuel Neuer ausgesprochen. In einem Podcast-Interview betonte Hoeneß, dass er sich wünschen würde, der erfahrene Torwart bleibe noch ein weiteres Jahr beim Rekordmeister und übernehme dabei eine Mentorenrolle für seinen designierten Nachfolger Jonas Urbig.
„Patronat für den Urbig machen“
„Wenn es nach mir geht, werden wir versuchen, ihn noch ein Jahr zu behalten und ihn zu bitten, ein Patronat für den Urbig zu machen“, erklärte Hoeneß im Gespräch mit bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. Der Ehrenpräsident, der nach wie vor im Aufsichtsrat des Vereins sitzt, sieht in dieser Konstellation eine ideale Lösung für einen geordneten Torwartwechsel.
Für den 40-jährigen Neuer würde diese Rolle bedeuten, dass er „auf manche Spiele verzichtet, damit der Jonas Nachfolger wird“. Hoeneß betonte, dass Urbig nur dann das schwere Erbe von Neuer antreten könne, wenn er ausreichend Spielpraxis sammle. „Aber das kann er nur schaffen, wenn er spielt. Deswegen wird es sehr wichtig sein, dass Manuel bereit ist, eine Patenschaft für ihn zu übernehmen.“
Anfängliche Skepsis weicht Zuversicht
Hoeneß räumte ein, dass er gegenüber dem 22-jährigen Urbig zunächst skeptisch gewesen sei. Aufgrund der bisherigen Leistungen des jungen Torwarts traue er ihm nun jedoch zu, die Nachfolge von Manuel Neuer anzutreten. „Ich war bei Urbig anfangs skeptisch, aber aufgrund seiner bisherigen Leistungen traue ich dem 22-Jährigen das schwere Neuer-Erbe nun jedoch zu“, bekannte der frühere Präsident und Manager der Bayern.
Ein positiver Aspekt für diese Mentoren-Lösung ist nach Hoeneß‘ Aussagen das gute Verhältnis zwischen den beiden Torhütern. „Neuer und Urbig verstehen sich übrigens sehr, sehr gut“, ergänzte der Ehrenpräsident. Diese persönliche Chemie könnte den Übergang deutlich erleichtern.
Entscheidung über Zukunft steht bevor
Die aktuelle Führung des FC Bayern hat Neuer bereits signalisiert, dass sie ihn gerne über den Sommer hinaus halten würden. Der Torwart selbst hatte in der vergangenen Woche verkündet, er wolle die Entscheidung über seine Zukunft so schnell wie möglich treffen. Die Äußerungen von Hoeneß kommen somit zu einem entscheidenden Zeitpunkt, in dem über die weitere Laufbahn des Rekordnationaltorwarts beraten wird.
Die mögliche Ein-Jahres-Verlängerung mit Mentorenfunktion würde nicht nur dem FC Bayern Stabilität im Torwartbereich sichern, sondern auch dem jungen Urbig die Möglichkeit geben, sich unter der Anleitung eines der besten Torhüter aller Zeiten weiterzuentwickeln. Für Neuer selbst könnte diese Rolle den Abschluss seiner legendären Karriere in einer verantwortungsvollen Position bedeuten.



