Hoeneß warnt Eintracht Frankfurt: Spielerverkäufe kosten langfristig Substanz
Hoeneß warnt Frankfurt: Verkäufe kosten Substanz

Hoeneß warnt Eintracht Frankfurt: Zu viele Verkäufe gefährden die sportliche Substanz

Der Ehrenpräsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, hat dem Bundesliga-Konkurrenten Eintracht Frankfurt eindringlich geraten, seine Top-Spieler nicht vorschnell zu verkaufen. Auf einer Veranstaltung der Frankfurt School of Finance & Management in Frankfurt am Main äußerte sich der langjährige Bayern-Patron kritisch zur Transferpolitik der Hessen.

„Wir sind ein Käuferverein und kein Verkäuferverein“

Uli Hoeneß machte deutlich, dass er persönlich kein Freund vom Verkauf guter Spieler sei. „Ich sage immer beim FC Bayern: Wir sind ein Käuferverein und kein Verkäuferverein“, betonte der 74-Jährige. Direkt an Eintracht-Vorstandssprecher Axel Hellmann gerichtet, fügte Hoeneß hinzu: „Und das wird Axel Hellmann auch noch begreifen, dass man auf die Dauer eben bei jedem Verkauf auch Substanz verliert.“

Der Bayern-Ehrenpräsident stellte klar, dass hohe Ablösesummen allein nicht ausreichen. „Es ist schön, wenn man mal 50, 60 Millionen kriegt, aber was ist die Konsequenz?“, fragte Hoeneß rhetorisch. Aus seiner Sicht sei es notwendig, für die großen Stars viel Geld auszugeben und sie angemessen zu bezahlen. „Die müssen auch richtig Geld verdienen“, erklärte er.

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Harry Kane als leuchtendes Vorbild

Als Paradebeispiel für eine gelungene Investition nannte Hoeneß Stürmer Harry Kane. Der englische Nationalspieler wechselte 2023 für eine Ablöse von angeblich nicht mehr als 100 Millionen Euro von Tottenham Hotspur zum FC Bayern. „Heute würde ich ihn für 150 Millionen kaufen“, gestand Hoeneß ein. „Weil der ist ein Traum für Bayern München. Weltweit ein Aushängeschild.“

Hoeneß lobte Kane nicht nur für seine sportlichen Qualitäten, sondern auch für seinen Charakter. „Ein guter Charakter, ein Vorbild für unsere Jugend, unsere 18-Jährigen. Der nimmt die in den Arm. Der sagt denen, wie sie den Ball schießen müssen.“

Eintracht Frankfurt mit gemischter Bilanz

Die Eintracht hatte in den vergangenen Jahren immer wieder hohe Erlöse durch Spielerverkäufe erzielt. In der aktuellen Saison bleiben die Frankfurter allerdings hinter den eigenen Erwartungen zurück. Sowohl im DFB-Pokal als auch in der Champions League schieden die Hessen früh aus. In der Bundesliga belegt Eintracht Frankfurt derzeit nur den siebten Platz.

Anfang des Jahres zog der Club Konsequenzen und trennte sich von Trainer Dino Toppmöller. Der Spanier Albert Riera übernahm das Traineramt und soll die Frankfurter noch in den Europapokal führen. Die sportliche Krise unterstreicht die Warnung von Uli Hoeneß, dass kontinuierliche Verkäufe von Leistungsträgern die langfristige Wettbewerbsfähigkeit eines Vereins gefährden können.

Hoeneß‘ Aussagen fallen in eine Phase, in der die Transferstrategien deutscher Top-Clubs intensiv diskutiert werden. Während Bayern München traditionell auf den Erhalt seiner Stars setzt, haben Vereine wie Eintracht Frankfurt in der Vergangenheit mit gezielten Verkäufen wirtschaftliche Erfolge erzielt. Die aktuelle sportliche Situation der Frankfurter zeigt jedoch, dass dieser Weg nicht ohne Risiken ist.

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