Hoeneß erklärt Beratern den Krieg: FC Bayern will Macht der Spielervermittler eindämmen
Hoeneß will Macht der Berater beim FC Bayern beschneiden

Hoeneß erklärt Beratern den Krieg: FC Bayern will Macht der Spielervermittler eindämmen

Nach den langwierigen und zähen Vertragsverhandlungen um Abwehrspieler Dayot Upamecano hat Uli Hoeneß, der Ehrenpräsident des FC Bayern München, klare Konsequenzen angekündigt. Der 74-jährige Vereinspatron will die Macht der Spielerberater in Zukunft deutlich beschneiden und ihrem Einfluss auf Verhandlungen entschieden entgegentreten.

„Wir werden verstärkt Nein sagen“ – Hoeneß kündigt härtere Gangart an

In einem ausführlichen Interview mit der „Bild“-Zeitung machte Hoeneß unmissverständlich klar, dass die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters es sich „nicht mehr gefallen lassen werden, dass Berater allein bestimmen, wie es läuft“. Er kritisierte scharf, dass der Beitrag dieser Vermittler zunehmend in keinem angemessenen Verhältnis mehr zu den geforderten und oft auch gezahlten Honoraren stehe. „Wir werden verstärkt 'Nein' sagen und diesen Wahnsinn nicht mitmachen“, betonte der langjährige Erfolgsmanager.

Hoeneß forderte zudem, dass die Spieler selbst wieder stärker in die Pflicht genommen werden müssten. „Man kann auch dem Spieler einmal sagen: 'Wenn dein Berater weiter so unverschämt verhandelt, werden wir mit ihm nicht mehr über deine Zukunft bei uns sprechen.' So weit muss das gehen“, erklärte er entschieden. Diese klare Ansage verdeutlicht die neue Strategie des Vereins, die auf mehr Eigenverantwortung der Profis setzt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Konsequenzen für unfaire Berater: Schwarze Listen und Verzicht auf Spieler

Der Ehrenpräsident kündigte an, dass das Wort Nein in künftigen Vertragsgesprächen von Vereinsseite deutlich häufiger fallen werde. Als nächsten Schritt erwägt der FC Bayern sogar, unfair agierende Berater auf eine schwarze Liste zu setzen. „Wir werden vielleicht auch den ein oder anderen Berater – wenn er sich unfair verhält – auf eine Liste nehmen und ihm sagen, dass wir Spieler, die er vertritt, nicht mehr verpflichten werden“, ergänzte Hoeneß. Diese radikale Maßnahme würde die Verhandlungsmacht solcher Vermittler erheblich einschränken.

Der Auslöser: Die zähen Verhandlungen um Dayot Upamecano

Der konkrete Anlass für diese deutlichen Worte waren die langwierigen Gespräche um den französischen Nationalspieler Dayot Upamecano. Der 27-jährige Abwehrspieler hatte erst in der Vorwoche nach monatelangen Diskussionen seinen auslaufenden Vertrag bis zum 30. Juni 2030 verlängert und darf sich über eine erhebliche Gehaltsverbesserung freuen.

Hoeneß zeigte sich jedoch „entsetzt“ über das Verhalten der Berater des Franzosen. „Im Fall Upamecano wollten die Berater entweder den Preis bei uns hoch- oder ihn zu einem anderen Club treiben, und als Dankeschön sollen wir ihnen Handgeld zahlen“, kritisierte er scharf. „Das ist ein Widerspruch in sich, den wir so nicht länger hinnehmen sollten.“

Öffentliche Attacken des Vereinspatrons gegen Spielerberater sind zwar nicht neu – ähnliche Konflikte gab es bereits in der Vergangenheit bei anderen Bayern-Profis – doch die nun angekündigten Maßnahmen markieren eine neue Eskalationsstufe. Der FC Bayern positioniert sich damit klar als Verein, der die Kontrolle über seine Personalpolitik zurückgewinnen will und nicht länger bereit ist, exzessive Forderungen von Vermittlern zu akzeptieren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration