Hoffenheims Champions-League-Kampf in Leipzig durch Avdullahu-Ausfall erschwert
Die TSG 1899 Hoffenheim muss im hochkarätigen Bundesliga-Spitzenspiel bei RB Leipzig auf einen ihrer wichtigsten Spieler verzichten. Wie der Verein aus Zuzenhausen mitteilte, hat sich der kosovarische Nationalspieler Leon Avdullahu eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich zugezogen. Dieser Ausfall trifft die Kraichgauer genau zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt.
Schwerwiegender Verlust für die TSG-Taktik
Trainer Christian Ilzer zeigte sich vor dem Duell am Freitagabend (20.30 Uhr/Sky) in Leipzig besorgt über den Ausfall seines defensiven Mittelfeldspielers. „Das ist ein schwerwiegender Ausfall, weil er eine ganz zentrale Rolle für die Balance und das Aufbauspiel, wie auch in der Verteidigung einnimmt“, erklärte der Österreicher. Avdullahu fällt nicht nur für das Bundesliga-Spitzenspiel aus, sondern wird auch mehrere Wochen pausieren müssen und somit für sein Heimatland Kosovo im anstehenden WM-Playoff-Halbfinale gegen die Slowakei fehlen.
Die Trainingswoche war laut Ilzer geprägt von intensiven Überlegungen, wie diese Schlüsselposition besetzt werden könnte. „Entsprechend hätten die Köpfe unter der Woche geraucht, um Lösungen zu finden“, so der Hoffenheim-Coach. Als mögliche Alternativen kommen in Betracht:
- Albian Hajdari, der sich im Training gut präsentiert hat
- Wouter Burger mit seiner internationalen Erfahrung
- Grischa Prömel als erfahrener Bundesliga-Profi
Direkter Kampf um den dritten Tabellenplatz
Die Partie in Leipzig hat besondere Brisanz, da nur drei Punkte die beiden Teams in der Bundesliga-Tabelle trennen. Die TSG Hoffenheim möchte ihren dritten Platz und damit die direkte Champions-League-Qualifikation verteidigen, während RB Leipzig darauf lauert, mit einem Sieg an den Kraichgauern vorbeizuziehen.
Die möglichen Szenarien für Hoffenheim sind klar umrissen:
- Bei einem Sieg würde die TSG sechs Punkte Vorsprung auf Leipzig herausspielen
- Bei einem Unentschieden bliebe der dreipunktige Abstand erhalten
- Eine Niederlage würde beide Teams punktgleich stellen
Ilzer betonte die Bedeutung dieser Begegnung: „Es erwartet uns eine schwere Aufgabe. Wir haben einen direkten Konkurrenten vor der Brust und fokussieren uns daher komplett auf dieses einzelne Spiel“. Dennoch zeigte sich der Trainer zuversichtlich, dass seine Mannschaft mit der richtigen Einstellung punkten kann.
Historisch schwierige Auswärtsbilanz in Leipzig
Die statistische Ausgangslage spricht nicht für die Hoffenheimer. In der bisherigen Bundesliga-Geschichte konnte die TSG nur eines ihrer elf Auswärtsspiele in Leipzig gewinnen – und das liegt bereits acht Jahre zurück. Im April 2018 gelang ein 5:2-Erfolg, seitdem wartet die Mannschaft auf einen weiteren Dreier in der Red Bull Arena.
Ilzer versucht, seine Spieler von dieser historischen Belastung zu befreien: „Wir machen keinen Unterschied zwischen daheim und auswärts. Wir müssen uns einfach bestmöglich auf den Gegner vorbereiten“. Entscheidend sei der mentale Zustand der Mannschaft. Der Trainer forderte von seinen Spielern eine Mischung aus Überzeugung, Selbstvertrauen und der nötigen Lockerheit für dieses hochkarätige Duell.
Mit einem Erfolg in Leipzig könnte Hoffenheim nicht nur seinen dritten Tabellenplatz festigen, sondern gleichzeitig die miserable Auswärtsbilanz in der Red Bull Arena aufpolieren. Die fehlende Präsenz von Avdullahu macht diese Aufgabe jedoch deutlich schwieriger, als sie ohnehin schon wäre.



