Nach Nordderby: HSV nennt Werder-Profi Bittencourt als Verursacher von Muheim-Verletzung
HSV nennt Bittencourt als Verursacher von Muheim-Verletzung

Nordderby sorgt weiter für Diskussionen: HSV-Mitteilung mit ungewöhnlichem Detail

Das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV am vergangenen Samstag (3:1) liefert auch Tage nach dem Spiel noch Gesprächsstoff. Der HSV hat am Dienstag offiziell mitgeteilt, dass Verteidiger Miro Muheim (28) aufgrund einer schweren Verletzung wahrscheinlich die komplette Saison verpassen wird. Besonders auffällig dabei: In der offiziellen Klubmitteilung wird Werder-Profi Leonardo Bittencourt (32) namentlich als Verursacher der Verletzung genannt.

Ungewöhnliche Namensnennung in offizieller Verlautbarung

In der HSV-Mitteilung heißt es wörtlich: „Bittere Nachrichten für den HSV und Miro Muheim: Der 28-jährige Linksverteidiger hat sich im Zuge des Bundesliga-Spiels bei Werder Bremen (1:3) nach einem Einsteigen von Leonardo Bittencourt eine Verletzung der vorderen Syndesmose im rechten Sprunggelenk zugezogen.“ Diese explizite Nennung des gegnerischen Spielers ist im professionellen Fußball ungewöhnlich, da Klubs normalerweise auf solche direkten Benennungen verzichten.

Die Verletzung wurde durch eingehende MRT-Untersuchungen im Athleticum am Volksparkstadion am Montag, dem 20. April, bestätigt. Muheim zog sich die schwere Sprunggelenksverletzung bei der Landung nach einem Luftduell mit Bittencourt zu, der erst in der 67. Minute für Werder eingewechselt worden war.

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HSV dementiert gezielte Spitze gegen Bittencourt

Auf Nachfrage der BILD hat der Hamburger SV betont, dass mit der Formulierung keine gezielte Spitze gegen den Werder-Profi beabsichtigt gewesen sei. Dennoch bleibt die explizite Namensnennung in einer offiziellen Klubmitteilung bemerkenswert und dürfte in Fußballkreisen für Diskussionen sorgen.

Zeugen des Derbys berichteten, dass Bittencourt nach dem Foul an Muheim vor der Ostkurve der Werder-Fans gefeiert wurde und versuchte, die Stimmung im Weserstadion weiter anzuheizen. Der Schweizer Nationalspieler Muheim blieb nach dem Zusammenprall verletzt am Boden liegen.

Schwere Folgen für Muheim und den HSV

Die Verletzung hat schwerwiegende Konsequenzen für Spieler und Verein. Muheim wird dem HSV im entscheidenden Abstiegskampf der laufenden Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Zudem ist seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Sommer ernsthaft gefährdet.

Bislang war der 28-Jährige eine absolute Stütze im HSV-Team und stand in 27 von 28 Bundesligaspielen in der Startelf. Nur einmal fehlte er aufgrund einer Gelbsperre, ein weiteres Mal wegen einer Rotsperre. Sein Ausfall stellt den Hamburger SV vor erhebliche sportliche Probleme in der entscheidenden Phase der Saison.

Das Nordderby zwischen den beiden Traditionsvereinen bleibt damit auch nach dem Abpfiff im Fokus der Öffentlichkeit. Während auf dem Platz die Entscheidung längst gefallen ist, sorgt die Nachspielzeit mit dieser ungewöhnlichen Klubmitteilung für weiteren Diskussionsstoff zwischen den rivalisierenden Fanlagern.

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