FIFA-Präsident Gianni Infantino erhält libanesische Staatsbürgerschaft durch Sonderregelung
Infantino erhält libanesische Staatsbürgerschaft

FIFA-Präsident Gianni Infantino wird offiziell libanesischer Staatsbürger

Der Präsident des Weltfußballverbands FIFA, Gianni Infantino, hat nun offiziell die libanesische Staatsbürgerschaft erhalten. Dies gelang ihm durch eine spezielle Ausnahmeregelung, die direkt vom libanesischen Staatspräsidenten Joseph Aoun genehmigt wurde. Normalerweise ist der Erwerb der libanesischen Staatsbürgerschaft für Ausländer äußerst schwierig und unterliegt strengen gesetzlichen Bestimmungen.

Eine besondere Ehre für den Schweizer Fußballfunktionär

Der 55-jährige Schweizer, der als Sohn italienischer Einwanderer geboren wurde und mit einer Libanesin verheiratet ist, zeigte sich überglücklich über diese Entwicklung. In einem emotionalen Beitrag auf seinem Instagram-Account betitelte er seinen Post mit den Worten: „STOLZ, LIBANESE ZU SEIN - OFFIZIELL!“. Er erklärte, es sei ihm eine große Ehre gewesen, in Beirut seinen neuen Pass entgegenzunehmen.

In einem begleitenden Videoclip, den Infantino auf Englisch veröffentlichte, drückte er seine tiefe Verbundenheit mit dem arabischen Mittelmeerstaat aus. Er betonte: „Ich liebe Libanon und fühle mich in diesem wunderschönen Land zu Hause!“. Die Aufnahmen zeigen ihn während des offiziellen Verfahrens, bei dem er Fingerabdrücke für den Pass abgab und anschließend strahlend das Dokument präsentierte.

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Präsident Aoun ermöglichte die Ausnahmeregelung

Der libanesische Staatspräsident Joseph Aoun hatte Infantino persönlich aufgefordert, die notwendigen Schritte für eine Einbürgerung einzuleiten. Dies stellt eine bedeutende Abweichung von den üblichen libanesischen Gesetzen dar. Nach libanesischem Recht können libanesische Frauen ihre Staatsbürgerschaft normalerweise nicht an ihre ausländischen Ehemänner oder Kinder weitergeben.

Für den FIFA-Präsidenten wurde jedoch eine Sonderregelung geschaffen. Aoun gewährte nicht nur Infantino selbst, sondern auch seinen Familienmitgliedern die libanesische Staatsangehörigkeit. Im Gegensatz dazu haben libanesische Männer, die mit ausländischen Frauen verheiratet sind, das Recht, ihre Staatsbürgerschaft automatisch an ihre Kinder weiterzugeben. Ihre Ehefrauen müssen dagegen eine bestimmte Ehedauer vorweisen, bevor sie Anspruch auf die libanesische Staatsbürgerschaft erlangen können.

Positive Reaktionen und zukünftige Pläne

Haschem Haida, der Präsident des libanesischen Fußballverbands, hatte Infantino bereits vor Monaten zur Verleihung der Staatsbürgerschaft gratuliert. Diese Entwicklung unterstreicht die enge Verbindung zwischen dem FIFA-Präsidenten und dem Libanon.

Im November des vergangenen Jahres hatte Infantino bereits angekündigt, dass die FIFA prüfe, im Libanon ein modernes Fußballstadion mit einer Kapazität von 20.000 bis 30.000 Zuschauern zu errichten. Dieses Stadion soll der Nationalmannschaft des Landes als Austragungsort für Länderspiele dienen. Infantino betonte damals, dass die Menschen im Libanon, die unter Krieg und Krisen leiden, eine solche Infrastruktur verdient hätten. Seine neue Staatsbürgerschaft könnte diese Pläne weiter vorantreiben und die Zusammenarbeit zwischen der FIFA und dem libanesischen Fußball vertiefen.

Die Einbürgerung von Gianni Infantino markiert somit nicht nur einen persönlichen Meilenstein für den Fußballfunktionär, sondern könnte auch positive Impulse für den libanesischen Sportsektor bedeuten. Die besondere Behandlung durch die libanesische Regierung zeigt die hohe Wertschätzung, die Infantino im Land genießt.

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