FIFA-Chef Gianni Infantino bekräftigt: Iran wird bei WM 2026 antreten
In einem klaren Statement hat FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) die Teilnahme des Iran an der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 bekräftigt. "Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt nur Plan A", erklärte der seit 2016 amtierende Chef des Weltfußballverbandes in einem Interview mit dem mexikanischen Fernsehsender N+ Univision. Damit reagiert Infantino auf anhaltende Spekulationen über eine mögliche Absage der Islamischen Republik.
Politische Spannungen als Herausforderung
Die Lage zwischen dem Iran und den USA, einem der drei Gastgeberländer der WM 2026, ist angespannt. Seit dem 28. Februar 2026 greifen die USA das Land militärisch an und streben einen Regimewechsel an. Das iranische Mullah-Regime, das die eigene Bevölkerung gewaltsam unterdrückt und ein Atomwaffenprogramm betreibt, antwortete mit militärischen Schlägen auf US-Verbündete in der Region.
Infantino beschreibt die Situation als "sehr kompliziert", setzt aber auf die verbindende Kraft des Fußballs. "Iran repräsentiert sein Volk – die Menschen, die im Iran leben, ebenso wie jene, die im Ausland leben", betonte der FIFA-Boss. Zudem verwies er auf die große Fußballleidenschaft im Land.
Direkte Qualifikation und WM-Spiele in den USA
Der Iran hatte sich als Gruppenerster in der Asien-Qualifikation direkt für das Turnier qualifiziert. Bei der WM vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in Mexiko, Kanada und den USA trifft das Team in der Vorrunde auf:
- Neuseeland (16. Juni in Los Angeles)
- Belgien (21. Juni in Los Angeles)
- Ägypten (27. Juni in Seattle)
Alle iranischen Spiele finden in den USA statt, ebenso wie das Teamquartier in Tucson, Arizona. Dies wirft Fragen zu möglichen Visa-Problemen für Spieler und Betreuer auf. Eine Verlegung der Spiele nach Mexiko ist laut FIFA derzeit kein Thema.
FIFA will bestmögliche Bedingungen schaffen
Infantino betonte den Anspruch der FIFA, dafür zu sorgen, dass der Iran "unter den bestmöglichen Bedingungen" an der Weltmeisterschaft teilnehmen kann. Trotz der politischen Herausforderungen bleibt der Verband bei seiner Position: Der Iran wird bei der WM 2026 antreten – ohne Alternative.



