Fifa-Präsident Infantino erhält libanesische Staatsbürgerschaft durch Sonderregelung
Infantino wird Libanese durch Ausnahmeregelung

Fifa-Präsident Infantino erhält libanesische Staatsbürgerschaft durch Sonderregelung

Gianni Infantino, der 55-jährige Präsident des Weltfußballverbands Fifa, hat eine neue Staatsbürgerschaft angenommen. Der gebürtige Schweizer mit italienischen Wurzeln ist nun offiziell libanesischer Staatsbürger. In der Hauptstadt Beirut nahm Infantino persönlich seinen neuen Pass entgegen, ließ Fingerabdrücke nehmen und präsentierte das Dokument stolz vor der Kamera.

Eine außergewöhnliche Ausnahmeregelung

Doch dieser Schritt war alles andere als gewöhnlich. Normalerweise ist es für Ausländer äußerst schwierig, die libanesische Staatsbürgerschaft zu erhalten. Zwar ist Infantino mit der Libanesin Leena Al Ashqar verheiratet, doch nach geltendem Recht können libanesische Frauen ihre Staatsangehörigkeit nicht automatisch an ausländische Ehemänner oder Kinder weitergeben.

Hier griff der libanesische Staatschef Joseph Aoun persönlich ein. Der 62-jährige Präsident machte für den Fifa-Boss eine Ausnahme und verlieh ihm per Sonderregelung die Staatsbürgerschaft – inklusive für seine Familienmitglieder. Ein politischer VIP-Pass für den mächtigsten Mann im Weltfußball!

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Infantinos Verbindung zum Libanon

Der Fifa-Präsident betont immer wieder seine enge Verbindung zu dem Mittelmeerstaat. Auf Instagram postete er: „STOLZ, LIBANESE ZU SEIN – OFFIZIELL!“ und „Ich liebe Libanon und fühle mich in diesem wunderschönen Land zu Hause!“

Schon vor Monaten hatte der Präsident des libanesischen Fußballverbands, Haschem Haida, dem Fifa-Boss zur geplanten Einbürgerung gratuliert. Infantino wiederum stellte dem krisengeplagten Land Unterstützung in Aussicht. Zuletzt brachte er sogar den Bau eines modernen Nationalstadions für 20.000 bis 30.000 Fans ins Gespräch, da die Bürger im Libanon dies verdienen würden.

Ein außergewöhnlicher Präzedenzfall

Während libanesische Männer ihre Staatsangehörigkeit automatisch an ihre Kinder weitergeben, müssen ausländische Ehefrauen erst jahrelang warten und ausländische Ehemänner gehen in der Regel komplett leer aus. Dass Infantino nun trotzdem eingebürgert wurde, zeigt, wie außergewöhnlich dieser Schritt ist.

Der 55-Jährige wurde als Sohn italienischer Einwanderer in der Schweiz geboren und besaß bereits die schweizerische und italienische Staatsbürgerschaft. Jetzt kommt eine dritte Staatsangehörigkeit hinzu – dank einer bemerkenswerten Ausnahmeregelung durch den libanesischen Präsidenten.

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